Jubiläum
Die evangelischen Christen in Fischen feiern das 50-jährige Bestehen ihrer Kirche

Es war ein buntes und fröhliches «Fest des Glaubens», mit viel Musik, Spielen und gemütlichem Beisammensein: Das 50-jährige Jubiläum ihrer Kirche «Zum Guten Hirten» feierten die evangelischen Christen in Fischen.

Daran nahmen nicht nur viele Gemeindemitglieder teil, sondern auch amtierende und ehemalige Dekane und Pfarrer, Vertreter der katholischen Schwestergemeinde St. Verena, die Bürgermeister der Hörnerdörfer, Vertreter örtlicher Vereine und viele Gäste.

Den Besuchern des Festgottesdiensts schilderte Renate Storin ihre Erlebnisse von der Einweihung der Kirche im Jahr 1961. Die damals zehnjährige Tochter des Kirchenvorstehers und Zimmermanns Geiger durfte den symbolträchtigen Schlüssel auf einem samtroten Kissen zum neuen Gotteshaus tragen.

<< Der Schlüssel war zwanzig Zentimeter groß und aus purer Vollmilchschokolade >>, erinnerte Storin an den Leckerbissen, den sie behalten durfte. Gerhard Seidel schilderte seine persönlichen Erinnerungen an seine Zeit als Konfirmand im unbeheizten Turmzimmer, die ihn fest an die evangelische Kirchengemeinde gebunden habe und für die er seit Jahren ehrenamtlich tätig ist.

Dekan Jörg Dittmar spannte den Bogen von dem sichtbaren Gotteshaus hin zu den unsichtbaren Kirchen, die überall dort, wo Menschen einander helfen, zuhören oder trösten, gebaut seien. Diese unsichtbaren Kirchen gelte es überall zu errichten, so lange und so oft, bis die sichtbaren Kirchen überflüssig werden, so der Dekan.

Gutes Miteinander

Pfarrer Markus Wiesinger aus Oberstdorf verglich das Verhältnis der beiden Kirchengemeinden mit dem nicht immer einfachen am Beispiel Mutter und Tochter. Den eigenwilligen und energischen Nachwuchs habe man 1961 mit dem Wunsch nach Unabhängigkeit ziehen lassen, um heute wieder auf ein freiwilliges und gutes Miteinander bauen zu können.

Der katholische Pfarrer Franz Hieble lobte das gute ökumenische Miteinander. Er sei zwar erst seit einem Jahr und damit << noch neuer >> als der evangelische Kollege in Fischen, aber << wenn ich die Wahl gehabt hätte, wäre Pfarrer Klaubert mein Wunschkandidat gewesen >>.

Vereine-Sprecher Hans-Peter Schmid versicherte, dass es in keiner der Organisationen je eine Rolle gespielt habe, ob einer evangelisch oder katholisch sei. Und so solle es auch im Dorf weiter gehen. Bürgermeister Edgar Rölz freute sich über eine rührige Kirchengemeinde, die im dörflichen Netzwerk einen wertvollen Beitrag leiste: in der Jugend- und Seniorenarbeit, im vielfältigen Angebot der Diakonie, in der Kultur und für die Gäste.

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