Leser-Aktion
Die Allgäuer Zeitung mit den Heimatzeitungen sucht wieder den schönsten Maibaum in Stadt und Land

Bald recken sie sich wieder in Stadt und Land bis über 40 Meter hoch in den Himmel: kunstvoll gestaltete Maibäume, vielfach verziert mit Kränzen, bunten Bändern und aufwendig gestalteten Tafeln. Die Allgäuer Zeitung sucht in den Verbreitungsgebieten von sieben Regionalausgaben nach dem Schönsten.

Lokale Brauereibetriebe unterstützen die Aktion. Auf die Sieger warten attraktive Preise, die Vereinen, Dorfgemeinschaften und anderen Maibaum-Initiativen ein zünftiges Fest ermöglichen sollen.

Es winken attraktive Preise:

1. Preis: 100 Liter Bier

2. Preis: 50 Liter Bier

3. Preis: 30 Liter Bier

(wahlweise alkoholfreie Getränke)

Die Anmelde-Coupons für die Aktion Ihrer Regionalausgabe der Allgäuer Zeitung finden Sie in diesem Artikel zum Download. Bewerben können sich Vereine, Gruppen, Gemeinden und andere Veranstalter mit dem Coupon Ihrer Heimatausgabe. Füllen Sie einfach die Anmeldung aus und senden Sie sie bis spätestens Dienstag, 27. April an die im Coupon angegebenen Kontaktdaten. Die Anmeldung zur Aktion der Memminger und Mindelheimer Zeitung läuft bis Montag, 26. April. Nach dem 1. Mai fährt eine Jury von Dorf zu Dorf und bewertet die gemeldeten Maibäume vor Ort.

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Wo kommt der Brauch eigentlich her? Am Maibaum und seiner Geschichte hängen mehr Deutungen als er Schilder tragen kann. Laut dem Allgäuer Walter Sirch, Brauchtumswart beim Bayerischen Trachtenverband, vermischen sich hier die Brauchtümer.

So gab es ab dem späten Mittelalter sogenannte Zunftbäume. Und es gibt den Maibaum als uraltes Fruchtbarkeitssymbol für die wiedererwachende Natur im Frühling.

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Schon die alten Kelten und Germanen glaubten wohl, dass geschmückte Baumstämme die Fruchtbarkeit fördern. Der frische Baum steht für das keimende Leben - oder eben als überdimensioniertes Zeichen strotzender Manneskraft.

Nach dieser Sichtweise ist übrigens auch der Kranz unverzichtbar. Er symbolisiert den weiblichen Part bei der Paarung, der vom Stamm durchstoßen wird.

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Kirche und Obrigkeit waren gerade dieses Bild und die lebensfrohen Begleitumstände des Brauches ein Dorn im Auge - und jahrhundertelang Anlass, ihn zu bekämpfen. Schon 1257 verbot Ludwig der Heilige in Frankreich derlei "rüde Sitte".

Bayerns Kurfürst Karl Theodor ließ noch im 18. Jahrhundert das Maibaumsetzen mit "Prügelstraff und Gefängniß" ahnden. König Ludwig I. (1786 - 1868) dagegen gefiel der Brauch.

Er hob die restriktive Maibaumverordnung wieder auf und nahm in München selbst oft am Aufstellen teil.

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Nach der französischen Revolution galt der Maibaum als Sinnbild der Freiheit. In Bayern gewann er im 19. Jahrhundert Bedeutung als "Ortsmaibaum" für die nun selbstständigen Gemeinden.

Im Dritten Reich stilisierten die Nationalsozialisten den Brauch zum Propaganda-Stengel mit Hakenkreuzen um.

Nach dem Zweiten Weltkrieg durfte der Maibaum dann wieder sein, was die meisten in ihm sahen und sehen: Ein schönes Frühjahrssymbol - und ein Zeichen von Selbstbewusstsein und Zusammenhalt im Ort.

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Im Allgäu gibt es kaum ein Dorf, in dem der Brauch nicht gepflegt wird.

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Ist der Stamm fertig, heißt es auf der Hut sein. Denn ein Verein, der sein Prachtstück aus den Augen lässt, wird meist von diebischen Nachbarn bestraft und muss den Baum teuer wieder auslösen.

Bei unserem Maibaum-Wettbewerb wird dagegen nicht Wachsamkeit belohnt, sondern der Baum und seine Gestaltung. Die Länge des Stamms ist zwar relevant, aber längst keine Garantie für einen Sieg. Denn unsere Juroren achten auf etliches mehr.

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Da geht es um die Schönheit des Wipfels genauso wie um die Zahl der Kränze oder darum, wie der Stamm bearbeitet und die Sinnbilder gestaltet wurden - und ob der Baum im Ort einen zentralen Platz bekommen hat, an dem er gut zur Geltung kommt.

Die Jury interessiert auch, welche Art von Veranstaltung unter dem Maibaum stattfindet.

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