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Beschäftigte häufen ein Jahr an Überstunden an

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Leitende Angestellte der Gemeinde Oberstdorf haben in den Jahren von 2002 bis 2008 massiv Überstunden aufgebaut. Bis zu einem Jahr Mehrarbeit kam da im Einzelfall zustande, ohne dass diese durch Freizeit ausgeglichen worden wäre.

Weil es nicht mehr möglich ist, diese massiven Überstunden-Konten auszugleichen, hat der Marktgemeinderat in nicht-öffentlicher Sitzung beschlossen, den Mitarbeitern als Ausgleich für die geleisteten Überstunden Abgeltungszahlungen zu gewähren. Der Betrag, den die Gemeinde dafür auf den Tisch legen muss, sollen nach Informationen unserer Zeitung bei rund 70000 Euro liegen.

«Dass Mehrarbeit geleistet wird, kommt vor, sagt Bürgermeister Laurent Mies. «Das ist kein ungewöhnlicher Vorgang.» Auch die Möglichkeit, Überstunden in Form von Geld abzugelten, sei im Gesetz so vorgesehen. «Der Vorgang ist nicht bemerkenswert, allein die Höhe ist außergewöhnlich», erklärt der Rathauschef, der das Problem von seinem Amtsvorgänger Thomas Müller geerbt hat.

Zurückzuführen sei die Anhäufung der Überstunden, auch auf eine Reihe von Großprojekten wie die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2005 und den damit verbundenen Baumaßnahmen sowie die Generalsanierung von Oberstdorf-Haus und Kurpark, die in dem Zeitraum abgewickelt wurden. «Das kommt zu den eigentlichen Aufgaben im Tagesgeschäft noch hinzu».

Auch die Einführung einer neuen EDV für die Verwaltung, das Projekt zur Konsolidierung des Haushalts, Einführung der Zweitwohnungssteuer und der Bau der Alpenrose in Tiefenbach fallen in den Zeitraum, in dem die Lichter in den Büros der Oberstdorfer Gemeindebeschäftigten lange brannten.

Weil sich so viele Überstunden angehäuft haben, war ein Freizeitausgleich nicht mehr möglich. «Wir können nicht die Mehrarbeit, die sich in sechs Jahren angehäuft hat, in einem Jahr abbauen», sagt Mies. Deswegen habe man sich für die ungewöhnlich hohen Abgeltungszahlungen entschieden, erklärt Mies.

Damit eine derartige Anhäufung von Überstunden in Zukunft nicht mehr vorkommt, wurde im August dieses Jahres eine neue Regelung geschaffen. Alle Beschäftigten des Marktes dürfen maximal 50 Überstunden aufbauen. Wer mehr Überstunden anhäuft, verliert das Dispositionsrecht. Der Abbau der Überstunden durch Freizeitausgleich wird angeordnet.

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