Adula-Klinik
Bauprojekt der Adula-Klinik stößt in Oberstdorfer Bauausschuss auf Kritik

Die Betreiber der Adula-Klinik wehren sich gegen Kritik an den Erweiterungsplänen. Der Neubau war bei seiner Vorstellung im Oberstdorfer Bauausschuss auf Kritik gestoßen. Zuletzt hatten eine Reihe von Anwohnern und Zweitwohnungsbesitzern deutliche Kritik an dem Bauvorhaben geäußert.

<< Wir hatten uns mehr Rückenwind von der Politik erhofft, >> sagt Klinikbetreiber Dr. Georg Reisach. Schließlich habe die Erweiterung der Klinik einen Mehrwert für Oberstdorf. Die Investitionen, die sich im Rahmen von 10 bis 14 Millionen Euro bewegen, würden 60 neue Arbeitsplätze schaffen, sagt Verwaltungsleiter Hans-Günter Insam. Gerade aufgrund des ständigen Renovierungsbedarfs, beschäftige die Klinik beispielsweise auch viele Handwerker aus dem Ort. Was die - von Anwohnern befürchtete - Verkehrsbelastung durch die Klinik angeht, weist Insam daraufhin, dass es in einer Klinik viel weniger Ab- und Anreisen geben würde als bei einem Hotel mit angegliedertem Restaurant, das früher einmal auf der Anhöhe in Jauchen angesiedelt war.

Chefarzt Dr. Michael Tischinger möchte Vorbehalte gegen die Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie zerstreuen. << Die Menschen, die hier herkommen, sind Leistungsträger der Gesellschaft. >> Gerade für Burn-Out-Patienten biete Oberstdorf die richtige Umgebung, um sich zu erholen. Auch weil die Zahl dieser Erkrankungen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen habe, sei eine Klinikerweiterung in Betracht gezogen worden.

<< Wir bauen hier keinen Betonklotz >>, sagt Architekt Erich Deufel-Elhardt, der das Gebäude geplant hat. << Ich denke, dass es durchaus ansprechend gestaltet ist. >> Auch die Bauweise war von Bauausschuss-Mitgliedern und Anwohnern kritisiert worden. Der Rundbau habe ein flaches Dach, das begrünt werden soll und eine mit Holz verkleidete Fassade, erklärt der Architekt.

Das flache Dach habe den Vorteil, dass es auch den Anwohnern im Erdgeschoss der dahinter gelegenen Gebäude nicht die Sicht nehme. Das geforderte Satteldach wäre höher und würde die Sicht stärker verdecken.

Kaum zu erkennen

Weil das Gebäude in die bisherige Bebauung im Ortsteil Jauchen eingegliedert sei, soll es aus dem Oberstdorfer Hauptort kaum zu erkennen sein. << Die markanten Baukörper bleiben das bisherige Klinikgebäude und das Bergbad oberhalb >>, erklärt Deufel-Elhardt.

Sorgen der Anwohner, der Neubau könne zu einem Hangrutsch führen, widerspricht der Architekt. << Wir haben ein geologisches Gutachten durchgeführt, das besagt, das keine Gefahr besteht. >> Das bekräftigt auch Klinikleiter Reisach. << Einen Hangrutsch würden wir auf keinen Fall riskieren. >> Das bisherige Klinikgebäude liegt unterhalb der Baustelle.

Die Erweiterung der Klinik halte zudem etliche Verbesserungen für die Anwohner bereit. Neben der Tiefgarage, die das Parkplatzproblem löse, ist in der neuen Planung auch ein Wendeplatz für Lastwägen enthalten, so das die Fahrer nicht - wie bisher - rückwärts (und piepend) die Einfahrt zur Adula-Klinik bewältigen müssen.

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