Gertrud-von-Le-Fort-Medaille
Angelika Patel und die Boxler-Buebe ausgezeichnet

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Beim Festabend zur Eröffnung des Internationalen Oberstdorfer Wettbewerbs für das Jodellied hat Bürgermeister Laurent Mies vier Persönlichkeiten mit der 'Gertrud-von-Le-Fort-Medaille' ausgezeichnet. Es ist die höchste Kulturehrung, die die Gemeinde zu vergeben hat. Verliehen wurde sie Angelika Patel und den Brüdern Anton, Franz und Martin Boxler.

'Ein Dorf im Spiegel seiner Zeit' ist der Titel des fünften Bandes über die Geschichte Oberstdorfs, den Patel geschrieben hat. Es sei eine geschichtlich fundierte und wissenschaftliche recherchierte Aufarbeitung der Jahre 1918 bis 1952, sagte Bürgermeister Laurent Mies in seiner Laudatio.

Fünf Jahre hat Autorin Patel an ihrem Buch gearbeitet. 'Ihre Wege führten sie durch nahezu alle Archive, in manchen Keller, in exquisite Wohnzimmer und das quer durch Europa von Polen nach Frankreich', so Mies.

'Ihre Hartnäckigkeit in der Recherche und ihre sensible Feinfühligkeit im Umgang mit Ereignissen aus Deutschlands dunkelster und heikelster Geschichte eröffneten ihr viele bislang verschlossen geglaubte Wege und Quellen.' Der Band ist vor eineinhalb Jahren erschienen.

Die drei weiteren Medaillen gingen an die Brüder Anton, Franz und Martin Boxler. Als 'Boxler-Buebe' waren die drei schon in den 60er Jahren weit über die Grenzen des Allgäus bekannt, haben Schallplatten aufgenommen und sind in Radio und Fernsehen aufgetreten.

'Sie repräsentieren die absolute Spitze des Jodelgesangs im Allgäu', sagte Bürgermeister Mies. 'Keine andere Gruppe hat den Jodelgesang in Oberstdorf und darüber hinaus auch nur annähernd so nachhaltig und auf solch hohem Niveau geprägt.'

Über Jahrzehnte haben Sänger aus der Familie Boxler die Jodlergruppe Oberstdorf geprägt – vom Großvater Franz über seine Söhne Anton, Martin und Franz bis zur dritten Boxler-Generation mit Thomas, Johann und Andreas.

Der Festabend war vom Trachtenverein, von der Jodlergruppe und von der Musikschule organisiert worden. Vor ausverkauftem Saal präsentierten sich einige der Ensembles, die am nächsten Tag beim Wettbewerb für das Jodellied angetreten sind.

Mit dabei waren aber auch einheimische Gruppen: Die 'Breitachtalar Kierbemuseg' um die Geschwister Mohr, das 'Breitachtaler Jodlertrio' und die 'Oberstdorfer Viearmuseg', die Plattler und die Historische Tracht. Moderiert wurde der Abend von Seppi Dornach.

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