Neuwahl
Albert Titscher will Streitigkeiten beenden

Der Alte ist der Neue. Albert Titscher (CSU) wurde vom Kommunalparlament zum neuen Tourismusreferenten gewählt. Er hatte das Amt bereits von 1996 bis 2002 inne und tritt die Nachfolge des zurückgetretenen Michael Schmidl an. Der langjährige Kurdirektor hatte sein Amt niedergelegt, weil er die Entscheidung, die Tourismus-Reform auszusetzen, für falsch hielt. Die geplante Umstrukturierung war gestoppt worden, nachdem der Aufsichtsrat der Oberstdorf Tourismus GmbH (OTG) Otto-Mäx Fischer zum Geschäftsführer bestellt hatte (wir berichteten ausführlich). Schmidl und Fischer, die inzwischen die Fraktion «Allianz für Tourismus» gegründet haben, votierten jetzt beide für Titscher als neuen Tourismusreferenten.

Zwei Gegenstimmen und Kritik gab es aus der Fraktion der Freien Wähler, die bisher den Tourismusrefenten stellten (Schmidl war zuvor Mitglied der FW-Fraktion). «Wir waren der Ansicht, dass wir das Amt wiederbekommen, weil wir es bisher innehatten», sagte Fraktionsführer Martin Geißler. «Darüber war man sich bei der größten Fraktion nicht ganz einig.» Weil die CSU einen Gegenkandidaten aufgestellt hatte, verzichteten die Freien Wähler. Eine Kampfabstimmung wollte man vermeiden, so Geißler: «Der Tourismusreferent ist so wichtig für den Markt Oberstdorf. Er sollte eine deutliche Mehrheit im Gemeinderat hinter sich haben.»

«Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es um die Wahl einer Person geht», entgegnete der CSU-Fraktionsvorsitzende Fritz Sehrwind. Titscher sei geeignet, weil er als Bindeglied fungieren könne und das Amt bereits ausgefüllt habe. «Gegen eine demokratische Wahl habe ich nichts», sagte Sehrwind. Auch die UOL-Fraktion unterstützte den neuen Tourismusreferenten: «Eine Kampfabstimmung gibt kein gutes Bild nach außen ab», begrüßte Fraktionsführer Anton Weiler den Verzicht der Freien Wähler.

Albert Titscher bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. «Ich war überrascht von der großen Mehrheit», sagte Titscher, der seine Rolle als Mittler interpretieren will. «Ich werde den Blick nicht zurück, sondern nach vorne richten», betonte er in Bezug auf die zurückliegenden Streitigkeiten.

«Wir müssen jetzt die Fronten schließen und gemeinsam Oberstdorf wieder nach vorne bringen.» Die touristische Doppelstruktur aus OTG und Kurbetrieben habe sich nicht bewährt, deswegen müsse man im Gemeinderat gemeinsam nach Alternativen suchen: «Wir müssen das Tourismus-Rad nicht neu erfinden», sagte Titscher. «Aber wir müssen uns wieder auf unsere Stärken besinnen.»

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