Herbst
ADAC: Verkehrsteilnehmer müssen mit Bauernglatteis und Wildwechsel im Allgäu rechnen

Goldene Jahreszeit wird der Herbst genannt. Er punktet mit Farbenpracht, klarer Luft und milden Temperaturen. Aber er hat auch seine dunklen Seiten. Verbunden sind sie mit Gefahren, die gerade zur Erntezeit ein erhöhtes Risiko für die Verkehrsteilnehmer darstellen. 'Bauernglatteis' nennt man den Schmutz auf den Fahrbahnen, den landwirtschaftliche Fahrzeuge hinterlassen und der feuchte Straßenbeläge in Rutschbahnen verwandelt.

Auto- und Motorradfahrer sollten jetzt aber nicht nur deshalb auf der Hut sein: 'In den frühen Morgenstunden und in der Abenddämmerung ist die Gefahr groß, dass Wild auf die Fahrbahn läuft', sagt Ralf Müller-Wiesenfarth, ADAC Cheftrainer und Leiter der ADAC Fahrsicherheitsanlage in Kempten. 'Das Schild 'Achtung Wildwechsel' ist eines der am wenigsten beachteten Verkehrszeichen', so der ADAC Experte.

Wenn im Scheinwerferlicht ein Reh auftaucht, geraten viele Autofahrer in Panik und verreißen das Lenkrad. Hier gilt aber die Regel: Sofort so fest in die Eisen wie möglich treten. Dieser Bremsschlag baut nämlich zum einen Geschwindigkeit ab, hat aber auch den Effekt, dass der Wagen aufgrund der Bremswirkung vorn 'in die Knie geht' und das Wild so aus dem Blendkegel der Scheinwerfer kommt.

'Bei einem ADAC Fahrsicherheits-Training lernt man, wie man das macht', sagt Müller-Wiesenfarth. Passiert dennoch ein Wildunfall, muss die Polizei verständigt werden. Diese informiert den Revier-inhaber, der sich um das Tier kümmert und eine Unfallbescheinigung für die Schadensregulierung ausstellt.

Vor allem auf Kreis- und Nebenstraßen müssen Auto- und Motorradfahrer im Herbst erhöhte Vorsicht walten lassen. 'Bei Regen kann sich hier schnell ein Schmierfilm auf der Fahrbahn bilden, der die gleiche Wirkung hat wie Glatteis', weiß Müller-Wiesenfarth. Besonders für Motorradfahrer sei die Rutschgefahr sehr groß.

'Verlorenes Erntegut und große Erdklumpen heißen nichts anderes als: Runter vom Gas, Tempo reduzieren und die Aufmerksamkeit auf Anschlag stellen, damit ein Slalomfahren nicht im Krankenhaus endet', sagt der ADAC-Experte für Fahrsicherheit.

Aber auch die Überbreite von landwirtschaftlichen Fahrzeugen gilt es zu beachten: Denn mit ihren Aufbauten ragen sie oft in den Fahrstreifen des Gegenverkehrs hinein und sind mitunter schlecht beleuchtet. Auch haben sie einen großen Radius beim Abbiegen. 'Das wird sehr oft unterschätzt', betont Müller-Wiesenfarth.

Infos zu den Fahrsicherheits-Trainings des ADAC unter Telefon 0800/8980088 (gebührenfrei) oder im Internet unter www.sicherheitstraining.net.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2019