Lawinentag
180 Besucher lernen beim Lawinentag in Oberstdorf die Grundsätze im Umgang mit Tiefschnee

Das Bewusstsein für die Gefahr durch Lawinen steigt. Anders kann sich Bernd Zehetleitner von der Bergschule Oberallgäu das nach wie vor große Interesse am Allgäuer Lawinentag nicht erklären. Gestern fand die Veranstaltung bereits zum 16. Mal statt und zog wieder rund 180 Gäste an. Zehetleitners zentrale Aussage: 'Trotz Hightech in der Ausrüstung, ist es immer noch die Natur, die die Regeln vorgibt.'

Zielgruppe der jährlich stattfindenden Veranstaltung sind vor allem Skitourengeher und Variantenfahrer, die unverspurte Hänge abseits der Pisten suchen. Sie hatten die Gelegenheit, sich einen Tag lang an der Nebelhornbahn Grundlagenwissen in der Lawinenkunde anzueignen.

'Mittlerweile sind viele Tourengeher und Variantenfahrer gut ausgerüstet', sagte Organisator Zehetleitner. Das Problem sei aber, dass viele nicht wüssten, wie sie ihre Notfallausrüstung richtig einsetzen. Auch der Lawinentag ändert das seiner Aussage nach nicht plötzlich. Das weiß auch Caroline Schäfer aus Kempten. Sie hat vor Kurzem ihre Begeisterung für Skitouren entdeckt und will mit dem Lawinentag in die Thematik schnuppern und ihr Wissen bei Kursen weiter vertiefen.

Zufrieden mit den Grundlagen, die Zehetleitner und die Referenten von der Bergschule Oberallgäu, dem Lawinenwarndienst und der Firma Ortovox vermittelten, war beispielsweise auch Ingo Hartmann aus Stuttgart. Er hat den Lawinentag in sein Skiwochenende eingebaut, weil er in Zukunft noch öfter die Pisten verlassen will.

Doch er möchte dabei auf der sicheren Seite sein. So sehen es auch die Kemptener Snowboarder Matthias Kurz und Manuel Heilgemeier. 'Pro Jahr gibt es ungefähr 120 Lawinentote im Alpenraum', sagte Zehetleitner.

Drei Viertel von ihnen hatten die Lawine, in der sie umkamen, zudem selbst ausgelöst. Doch wer in eine Lawine gerät, hat oft noch eine Chance - statistisch gesehen etwa 15 Minuten lang. Danach sinkt sie rapide ab. 'Deswegen ist die Kameradenrettung so wichtig', sagte Dieter Kotlaba von Ortovox. Denn bis die Bergwacht eintrifft und organisiert sucht, vergeht oft über eine halbe Stunde. Wie diese Suche dann aussieht, zeigten die Oberallgäuer Bergretter in einer Vorführung.

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