• 12. September 2017, 07:27 Uhr
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Finanzierung
Streit um die Nordische Ski-WM in Oberstdorf

(Foto: Dominik Berchtold)

Ein 'Wintermärchen' wollen die Oberstdorfer im Jahr 2021 erzählen, wenn dort die Nordische Ski-WM ausgetragen wird. Die Medien sollen stimmungsvolle Bilder der Titelkämpfe in alle Welt senden und so für die Tourismusregion werben.

Die Euphorie war groß, als Oberstdorf nach vier erfolglosen Bewerbungen 2016 den Zuschlag bekam. Doch von diesem Gefühl ist im Ort nicht mehr viel zu spüren. Denn so groß wie die Freude war auch die Erwartungshaltung, die Infrastruktur könnte im Zuge der Titelkämpfe ausgebaut werden. Die angespannte Verkehrssituation sollte verbessert werden, ein Gemeinderat träumte sogar von einem Tunnel vom Ortsrand ins Zentrum.

Doch als das erste Bauprogramm im April präsentiert wurde, trat Ernüchterung ein: Die lang ersehnten Verkehrsprojekte fehlten, dafür wurde allein für Skisprungarena und Langlaufstadion ein Investitionsbedarf von 49,5 Millionen Euro kalkuliert. Mehr Geld, als vor der letzten WM in Oberstdorf im Jahr 2005 für neue Sportanlagen bezahlt wurde.

Inzwischen wurde das Volumen auf etwa 38,5 Millionen Euro reduziert, aber eine allgäuweite Diskussion über die Kosten war losgetreten. Zumal Oberstdorf zu den am meisten verschuldeten Gemeinden Bayerns zählt – Ende dieses Jahres hat die Kommune voraussichtlich Verbindlichkeiten in Höhe von rund 50 Millionen Euro angehäuft, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 5.200 Euro entspräche. Daher soll nach Ansicht der Gemeinde neben Bund und Land auch der Landkreis bei der WM mitzahlen.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Dienstagsausgabe unserer Zeitung vom 12.09.2017.

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