Skisport
17-jähriger Oberstaufener hält Sommertraining für Langlauf-Nachwuchs

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Nachdem Matthias Blank (17) von Fußball über Tennis, Triathlon und Skifahren alle Sportarten ausprobiert hat, ist er schließlich beim Langlaufen hängen geblieben. Seit zweieinhalb Jahren nimmt der Nachwuchsläufer des SC Oberstaufen allerdings aufgrund des zu hohen zeitlichen Trainingsaufwands nicht mehr aktiv an Wettkämpfen teil. Ganz den Rücken gekehrt, hat er dem Langlaufsport aber dennoch nicht. Der 17-Jährige trainiert eine Nachwuchsgruppe mit 20 Erst- bis Drittklässlern seines Heimatvereins.

Der Vater steht zur Seite

Da er in seiner aktiven Zeit ebenfalls auf gute Trainer angewiesen war, ist es für Matthias ganz normal, sein eigenes Wissen in Form einer Übungsleitertätigkeit weiterzugeben. Zudem steht Vater Alfred dem SC Oberstaufen schon seit Längerem als Coach zur Seite. Er war es auch, der seinem Sohn letztlich den Anstoß zu dieser Überlegung gab und den 17-Jährigen unterstützte. Vor allem die allererste Trainingsstunde bereiteten Vater und Sohn gemeinsam vor, seither plant Matthias den Aufbau aber in Eigenregie. "Ich weiß noch viel von früher, als ich selber trainiert habe", sagt der 17-Jährige. Was den Trainingsaufbau betrifft, orientiert er sich aber keineswegs nur an eigenen Erfahrungen. Um seinen Schützlingen möglichst perfekte Bedingungen zu bieten, hat er selbst die F-Lizenz im nordischen Bereich erworben.

Matthias entschied sich mit Klassik, Skaten und Nordic Walking für eine spezielle Langlauf-Ausbildung.

Kleine Spiele motivieren

"Es ist schon ungewohnt, mit so vielen kleinen Kindern zu arbeiten", räumt der Nachwuchscoach ein. Spaß macht ihm seine Aufgabe aber dennoch. Obwohl der 17-Jährige weiß, dass man sich bei den Kleinsten Respekt verschaffen muss, achtet er darauf, "nicht zu streng" zu sein und fügt als Motivation immer wieder kleine Spielchen ein. Er geht das Training mit den Mädchen und Buben eher locker an. Der Spaß im Training sollte an erster Stelle stehen, lässt Matthias wissen. Die Zauberformel für ein gelungenes Training lautet Abwechslung. Um Kondition und Koordination zu stärken, setzt sich das Sommertraining aus Bergtouren, Laufen, Inlinen, Kajakfahren und Mountainbiken zusammen.

Mit dem Rad geht die Gruppe nicht nur ins Gelände, sondern ein Teil der Trainingseinheiten findet am Sportplatz in Kalzhofen statt. Für die Langläufer kommt es beim Radeln nämlich nicht auf Schnelligkeit an. Sie konzentrieren sich darauf, möglichst langsam zu fahren. Mit konzentriertem Blick und angespannten Gesichtern kriechen die Mädchen und Buben daher förmlich auf ihren Moutainbikes dahin. Nur nicht absteigen lautet die Devise. "Das Langsam-Fahren schult das Gleichgewicht", erklärt Matthias Blank und fügt hinzu, dass ein guter Gleichgewichtssinn einer der wichtigsten Voraussetzungen fürs Langlaufen ist. Danach wird es noch schwieriger, denn während die Gruppe so langsam wie möglich im Kreis fährt, radelt eines der Kinder dem Pulk entgegen. So sind die Kleinen nicht nur gefordert, auf ihren Vordermann zu achten, sondern müssen dem Gegenverkehr ausweichen.

Das erfordert teilweise sogar, sich stehend auf dem ruhenden Fahrrad zu halten. Die Anspannung ist an den Gesichtern abzulesen, aber die Freude nach jedem gelungenen Ausweichmanöver ist umso größer.

Parcours gut gemeistert

Nachdem seine Schützlinge einen aufgebauten Parcours gut gemeistert haben, geht?s an die Überquerung eines Randsteins. "Nicht mit vollem Tempo drauffahren", mahnt Matthias und demonstriert seinen Nachwuchssportlern den richtigen Weg. Wiederum langsam sollen die Kinder auf den Randstein zufahren, um dann kurz davor zunächst das Vorderrad und dann das Hinterrad im Fahren hochzuziehen. Obwohl die ersten Versuche nicht von Erfolg gekrönt sind, bleibt der Nachwuchstrainer geduldig. "Kurz davor hochziehen", ruft er einem Bub zu und fügt ein zufriedenes "Genau" hinzu, als sein Schützling die Übung wie gefordert umsetzt.

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