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Hochgratklinik
Wolfram Kölling mit Symposium verabschiedet

«Schamgefühlen kommt eine zentrale Bedeutung in der Identitätsentwicklung von uns Menschen zu», ist Wolfram Kölling überzeugt. Deshalb hat der 64-jährige Diplom-Psychologe dieses Thema auch in den Mittelpunkt seines Arbeitens gestellt.

Die Dr.-Reisach-Akademie griff es nun auf, um mit einem Symposium nicht nur die Bedeutung von Schamgefühlen zu unterstreichen, sondern auch um den in den Ruhestand tretenden Kölling zu ehren.

Seit 1994 ist Kölling leitender Psychologe der Hochgratklinik in Wolfsried (zwischen Oberstaufen und Stiefenhofen), die einer der Träger der Dr.-Reisach-Akademie ist. Zuvor war er in einer Familienberatungsstelle in München und in der Mutter-Kind-Klinik in Scheidegg tätig.

Was ihm während seiner Arbeit immer wieder begegnete: << Dass sich Menschen nicht angenommen, nicht geliebt fühlen und deshalb Scham empfinden >>. Daher seine Überzeugung: << Nur Liebe kann die Scham heilen >>. Denn ansonsten verliere der Mensch das Vertrauen zu seiner Umwelt. Ein Gefühl von Heimatlosigkeit entstehe.

Scham entstehe auch dann, wenn nicht mehr klar sei, << wer bin ich? >> Das aber geschehe in der heutigen Zeit immer häufiger, da der Mensch in immer mehr Bereichen gefordert sei, sich zu verändern und sich darzustellen.

Ein Herzensanliegen

Inmitten einer Welt der scheinbaren Schamlosigkeit spielen nach Überzeugung von Kölling frühe Prägungen für das Miteinander von Menschen eine große Rolle. Daran mit den Patienten zu arbeiten, sei ihm stets ein Herzensanliegen gewesen, so der Psychologe. Dr. Michael Tischinger, Chefarzt der Adula-Klinik in Oberstdorf, stellte denn auch fest, dass Kölling seinen Patienten vermittelt habe, dass sie << ins Herz geschlossen >> wurden.

Dieter Müller, Chefarzt der Hochgratklinik, bezeichnete Kölling als << Urgestein >> und << tragende Säule >> der Klinik, der vielen Patienten Halt gegeben habe. Aber auch den Klinikmitarbeitern habe er Rückhalt gegeben.

Kölling tritt Ende August in den Ruhestand, will auch in Zukunft als therapeutischer Trainer tätig sein und ein Buch schreiben.

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