Geschichte
Vom alten Bauernhof zum Oberstaufener Museumsdorf

16.000 Quadratmeter, zentrumsnah in Oberstaufen: Das Grundstück, das der Heimatdienst Oberstaufen vor 25 Jahren von Maria Schädler geschenkt bekommen hat, hat in der Vergangenheit manche Begehrlichkeit geweckt. <%IMG id='1144245' title='Museumsdorf Oberstaufen'%>

Doch die inzwischen verstorbene Maria Schädler, in Oberstaufen nur als 'Strumpfars Marie' bekannt, verfügte eindeutig: Hier darf nur für Museumszwecke gebaut werden. Das tut der Heimatdienst derzeit und lässt die Vision eines Museumsdorfes Wirklichkeit werden. Ein großer Schritt ist die Aufstellung der Alpe Vögelsberg und die Gestaltung die Fläche als 'Staufner Buind'.

Lange war auf dem großen Grundstück wenig zu sehen. Lediglich das 'Strumpfar-Haus' nahe der Bahnlinie nutzt der Heimatdienst bereits seit 1995 als Heimatmuseum. Das aus dem Jahr 1788 stammende Gebäude ist der älteste noch im Original erhaltene landwirtschaftliche Hof Oberstaufens. Ergänzt wurde es 1990 um ein Depot- und Lagerhaus samt Hausmeister-Wohnung. Dieser 'Museumsstadel' wurde im Allgäuer Stil neu erstellt.

2008 folgte der Ausbau des landwirtschaftlichen Teils des 'Strumpfar-Hauses'. Der Heimatdienst war in den vergangenen 20 Jahren vorausschauend aktiv. Das 'Kohler-Haus' wurde 1994 in der Ortsmitte abgetragen und eingelagert. Und 1998 erfolgte der Abbau der Alpe Vögelsberg in Döbiliesried. Mangels Geld wurden beide Gebäude zunächst nicht in Oberstaufen wieder aufgestellt.

Zahlreiche Finanztöpfe hat der Heimatdienst inzwischen aufgetan. Sparkassen- und Kaiser-Sigwart-Stiftung haben bislang 80.000 Euro gespendet, die Gemeinde hat im Haushalt gleich mehrfach Summen eingeplant und auch europäische Leader-Mittel sind geflossen. Insgesamt knapp 1,05 Millionen Euro wurden in den letzten zwei Jahren investiert. Mitte September folgt die eine erste Einweihung: 'Staufner Buind' und Alpe Vögelsberg sollen bis dahin fertig sein. Letztere wurde inzwischen wieder aufgestellt und neu geschindelt. Das haben sich die Marktgemeinde 450.000 und der Heimatdienst 220.000 Euro kosten lassen.

Für den Innenausbau fehlt das Geld: Hier wären weitere 450 000 Euro notwendig. Eine große Ausstellung zur Entwicklung der Landwirtschaft ist in dem ursprünglich aus dem Jahr 1775 stammende Gebäude ebenso geplant, wie eine kleine Gastwirtschaft. Auch die Flachsbearbeitung, die Alpwirtschaft und der Naturpark Nagelfluhkette sollen hier einmal thematisiert werden.

Die Finanzierung der 'Staufner Buind' – der Begriff bezeichnet eine Streuobstwiese – haben sich die Marktgemeinde und die EU geteilt. Allein hier wurden 375.000 Euro investiert. So wurde der Seelesgraben offen gelegt, neu gestaltet und um einen Teich erweitert. Ein Alpinum wurde angelegt. Es zeigt rings um einen Nagelfluh-Felsen typische Pflanzen. Und eine Firma aus Hopfen hat auf dem Gelände einen Kräutergarten angelegt.

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