Special Gesundheit SPECIAL

Schlossbergklinik
Schlossbergklinik: Landrat Gebhard Kaiser ist enttäuscht von Abbruch der Verhandlungen

'Oberstes Ziel ist es, die onkologische Versorgung im Allgäu sicherzustellen und möglichst viele der über 200 Arbeitsplätze zu erhalten.' Das betont Landrat Gebhard Kaiser nach den geplatzten Verkaufsverhandlungen für die Schlossbergklinik. Wie berichtet, lehnte die Helios-Gruppe das Angebot der BRK-Schwesternschaft München ab. Der Landrat findet das 'umso verwunderlicher', weil die doch ihr Angebot verbessert hätte und Helios ein gewaltiges Stück entgegen gekommen sei.

<%IMG id='791944' title='Schließung Schlossbergklinik'%>Kaiser ist enttäuscht. Er kann sich nicht vorstellen, dass es jemanden gibt, die auf die Bedingungen von Helios eingeht. Dem nüchternen Absageschreiben sei zu entnehmen, dass der Berliner Konzern 'an einer Weiterführung der Staufner Schlossbergklinik durch einen anderen Träger offensichtlich kein Interesse hat'. Kaiser: 'Soziale Verantwortung sieht anders aus!'

Um die onkologische Akutversorgung der Region sicherzustellen, sollen laut Landrat die Kliniken in Immenstadt und Kempten ihre Zusammenarbeit mit der Rotkreuzklinik Lindenberg ausbauen. Angedacht ist, künftig insgesamt um die 40 Akutbetten anzubieten.

Dazu sind nun entsprechende Verhandlungen mit dem Sozialministerium nötig, aber eben auch unter den Trägern. Die bisher ebenfalls in der Schlossbergklinik mögliche Reha könnte für Häuser in der etwas weiteren Umgebung interessant sein. <%TBR from='inject' id=''%>

Kaiser hofft, dass die noch in der Schlossbergklinik arbeitenden Pflegekräfte in der Region unterkommen. Ein Teil wäre wohl für die angedachte Fortführung der Akutversorgung gefragt, ein Teil für andere Bereiche. Kaiser: 'Wir bräuchten beispielsweise sofort zehn Intensivpfleger – wenn nicht noch mehr.'

Mehrere Millionen Euro

Weiter keine Aussagen gibt es zur Frage, wie hoch die Differenz zwischen den Angeboten von Helios und Rotkreuzkliniken tatsächlich ist. Wie berichtet, wollte Helios nach eigener Aussage die Klinik 'verschenken' und zwei Millionen Euro dazugeben.

Allerdings stehen nach Informationen unserer Zeitung in der Schlossbergklinik viele Millionen Euro schwere Investitionen an. Die Differenz zwischen den Angeboten dürfte unter Berücksichtigung weiterer Finanzfaktoren unterm Strich geschätzt drei bis vier Millionen Euro betragen. <%TBR from='inject' id=''%>

Betroffen sind auch SPD-Landtagsabgeordneter Dr. Paul Wengert (Füssen) und SPD-Bundestagsabgeordneter Heinz Paula (Ausgburg). Sie appellieren an beide Gesprächspartner, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Für die onkologische Versorgung von Akut- und Rehapatienten im Allgäu sei der Erhalt der Schlossbergklinik wichtig.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen