Veranstaltung
Feiern mit Konzept

Wo sonst klassische Musik Einheimische und Touristen anlockt, soll bald junge Musik junge Leute begeistern: Im Staufner Kurhaus findet am 27. November eine Party statt. «Fall-Break-Party», nennt sie der 18-jährige Organisator Johannes Baldauf und rechnet mit über 1000 Besuchern. Damit alles reibungslos läuft, stimmt der Schüler bereits im Vorfeld mit Polizei und Ordnungsamt die Details der Veranstaltung ab.

Aus dem Kurhaus in Oberstaufen soll eine Disco werden - «nur etwas größer», kündigt Johannes Baldauf an. Zwei DJs aus Sonthofen hat er bereits engagiert. Zusammen mit einer Lichtanlage sollen sie für das passende Ambiente sorgen. Doch hinter Baldaufs Engagement steckt mehr als bloße Feierlaune. Mit seiner «Fall-Break-Party» will der 18-jährige aus Oberstaufen-Hagspiel zeigen, dass auch in seiner Heimatgemeinde etwas für junge Leute auf die Beine gestellt werden kann. Dass dieses Angebot eine Premiere darstellt, räumt Christiane Pfleghart von der Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH (OTM) unumwunden ein: «So etwas gab es noch nie. Allerdings hat uns bislang auch niemand angesprochen, dass ein solches Angebot fehlt.

» «Größten Respekt» hat Pfleghart vor Baldauf, der die Veranstaltung nahezu allein auf die Beine stellt. «Wir unterstützen ihn dabei gern.» Das schließt insbesondere die Vermietung des Kurhauses ein. «Andernorts bin ich mit meiner Idee abgeblitzt», sagt Baldauf. Denn manche Party dieser Zielgruppe hatte in der Vergangenheit Polizei-Einsätze zur Folge. Vor allem übermäßiger Alkohol- sowie Drogenkonsum führte immer wieder zu Ruhestörungen, Diebstahlsdelikten und Schlägereien.

Im Vorfeld Rat geholt

Damit das in Oberstaufen ausbleibt, hat Johannes Baldauf frühzeitig den Kontakt zur Staufner Polizeistation gesucht. Deren Leiter Gottfried Klaus hatte es schon mit mancher Großveranstaltung - vom Viehscheid bis zur Orient-Rallye - zu tun. So hatte er für Baldauf zahlreiche Tipps parat.

Einlass ist für Jugendliche ab 16 Jahren - das wird von eigens engagierten Security-Mitarbeitern ebenso kontrolliert wie möglicher Alkoholkonsum im Vorfeld. Wer «vorgeglüht» hat, soll nicht ins Kurhaus dürfen. Und um zwischenzeitliches Trinken zu unterbinden, gibt es auch nur ein Einmal-Ticket: Wer die Party verlässt, muss draußen bleiben oder nochmals Eintritt bezahlen. Bereits beim Betreten wird hinsichtlich Alkohol und Drogen durchsucht.

Die Ordner werden am Tag zuvor über die Rechtssituation informiert. Dazu gehört auch eine entsprechende Ausübung des Hausrechts: «Wer Ärger macht, soll möglichst schnell einen Verweis bekommen», erwartet Hauptkommissar Klaus. Unter 18-jährige müssen das Kurhaus um Mitternacht verlassen. Am Ende fahren Shuttle-Busse je nach Bedarf. Und ab 1 Uhr soll die Party dann zu Ende sein.

Baldauf will mit seiner Veranstaltung die ganze Region ansprechen: «Wir haben Werbung im Bregenzerwald ebenso gemacht wie zwischen Lindenberg und Immenstadt». Dass am gleichen Tag in Oberstdorf eine «K13-Party» stattfindet, stört ihn nicht: «Die haben ein anderes Konzept». Er setzt bewusst auf die Kooperation mit Ordnungsamt und Polizei, damit letztlich auch Eltern und Nachbarn keinen Grund haben, gegen eine mögliche Neuauflage zu sein.

 

Johannes Baldauf

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