Brauchtum
Fasnatziestag erinnert an die Pest von 1635

Wer am morgigen Dienstag, 8. März, in Oberstaufen ist, wird kein Faschingstreiben erleben. Stattdessen erinnern die Staufner am Fasnatziestag an das Jahr 1635, in dem rund 700 Einwohner der Marktgemeinde der Pest zum Opfer gefallen sind. Um den Staufnern neuen Lebensmut zu geben, zogen Burschen mit der Bürgerfahne durch das Dorf.

Daraufhin ordnete der damalige Regent, Graf Hugo, Herr von Rothenfels und Staufen, an, dass die Fahne von nun an jedes Jahr am Faschingsdienstag, in einem Umzug, durch den Ort getragen werden soll. Der Festtag wird heuer zum 376. Mal begangen und folgt einem festgelegten Ablaufplan: Nachdem sich frühmorgens die ledigen Burschen beim Fähnrich, in diesem Jahr Christoph Grundl, treffen, ziehen sie in einem Umzug durch den Markt.

Der Fähnrich trägt die Fahne und schwingt sie auf dem Kirchplatz über seinem Kopf. Begleitet wird er dabei von der Blasmusik, Trommlern, Föhla und dem Butz. Der Butz (Armin Geisenhof) ist die einzige verkleidete Person. Er kehrt mit einem Besen den Weg und die Türpfosten von der Pest frei. Abends stirbt der Butz einen symbolischen Tod. Die Fahne wird in die Altstaufner Einkehr heimgebracht und der Abend mit einem Festtanz.

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