Denkwerkstatt
Denkwerkstatt: Nachhaltigkeit in der Allgäuer Landwirtschaft

Landwirte fühlen sich abhängig von Fördermitteln, Banken und sich ständig ändernden EU-Vorgaben. Dies ist eines der Ergebnisse der «Denkwerkstatt Landwirtschaft», zu dem das im Februar in Sonthofen gegründete Forschungsinstitut für Permakultur und Transition nach Oberstaufen eingeladen hatte. Dort wurden nicht nur Sorgen und Nöte der Bauern besprochen - auch Zukunftsmodelle wurden vorgestellt.

Die Familie von Robert Briechle gehört zu den Pionieren im Bereich der Bio-Landwirtschaft und zu den über 700 Mitgliedern im << Bio-Ring Allgäu >>, der die << Denkwerkstatt >> mit ausrichtete. Und Robert Briechle zeigte ein mögliches Zukunftsmodell auf: Der Hof seiner Eltern soll im nächsten Jahr zu einem << Mutterhof >> für 18 Familien werden, die den 18 Hektar großen Hof dann betreiben.

<< Erstes Ziel ist die Selbstversorgung >>, so Institutsleiter Jochen Koller. Der Hof stellt die gemeinsam genutzten Maschinen. Wichtig für Briechle ist dabei, dass es nicht zu einer Verschuldung der Familien kommt. Sie stelle heute eines der Hauptprobleme der Landwirte dar, so Jochen Koller. Daher sollen Risiken künftig über Genossenschaftsmodelle gemeinsam getragen werden - << auch von Vermarktern und Verbrauchern >> (Koller).

Über die Genossenschaft sollen dann beispielsweise auch Fahrzeuge angeschafft werden, denn: << 18 Erst- und 18 Zweitwagen werden hier sicher nicht benötigt >>, sagt Koller.

Pflanzen statt säen

Getreide nicht zu säen, sondern zu pflanzen - ein weiteres Thema in der << Denkwerkstatt >>. Auf diese Weise seien höhere Erträge möglich. Doch ziele das nicht auf eine Gewinnmaximierung, so Jochen Koller, sondern auf mehr Selbstversorgung und eine Abdeckung des weltweiten Nahrungsmittelbedarfs. Durchaus bewusst war der Tagungsort gewählt: Die zehn Teilnehmer trafen sich auf dem Garten- und Bauernhof von Otto Kukla und Crescentia Dünsser. Sie setzen bereits auf weitgehende Selbstversorgung und Vielfalt bei Pflanzen und Tieren.

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