Einweihung
Apell an die Eltern bei Einweihung der Kindertagesstätte Oberstaufen

'Nichts kann die liebevolle Betreuung in einer Familie ersetzen', stellte Kindergartenpfleger Winfried Hollfelder fest. Und er formulierte den Appell an die Eltern, 'ihre Verantwortung als Vater und Mutter wahrzunehmen'. Das tat er bei der Einweihung der Kindertagesstätte St. Peter und Paul in Oberstaufen. Denn: 'Sie kann allenfalls Hilfe sein, wenn es sie braucht', sei letztlich aber nicht die beste Lösung.

Staufens Bürgermeister Walter Grath griff diesen Gedanken auf und zeigte Unverständnis über die Diskussion um das Betreuungsgeld: 'Jeder sollte für sich entscheiden, was für ihn richtig ist.' Ihn störe, wenn jemand bestimmen wolle, was gut für den anderen sei.

Und er machte keinen Hehl daraus, dass er die Umbenennung des ehemaligen Kindergartens in Kindertagesstätte nicht vollzogen hätte, denn: 'Das ist immerhin eines der wenigen deutschen Wörter, die in andere Sprachen übernommen wurden.'

Zur Umbenennung kam es, nachdem zu den bisherigen Kindergarten- nun zwei Kinderkrippen-Gruppen kamen. Für sie wurde der Kindergarten umgebaut und ergänzt. Insgesamt 120 Kinder zwischen ein und sechs Jahren werden nun betreut – 20 davon in den beiden Krippen-Gruppen.

Bei Vollbelegung stehen 24 Krippenplätze zur Verfügung. Alle drei nun vorhandenen Etagen des Alt- und Neubaus sind über einen Aufzug erreichbar. Der Neubau umfasst 305 Quadratmeter, wovon 193 vom Kindergarten mit genutzt werden. Denn hier ist unter anderem ein großer Turn- und Mehrzweckraum entstanden.

Die katholische Pfarrkirchenstiftung St. Peter und Paul ist Eigentümerin und Trägerin der Einrichtung. Der Markt Oberstaufen hatte allerdings die Bauleitung übernommen – und trägt mit rund 652000 Euro auch einen großen Teil der Kosten. 685000 Euro fließen als Zuschüsse von der Regierung von Schwaben, 163000 Euro übernimmt die Kirchenstiftung.

Die Segnung der Kindertagesstätte übernahm Dekan Anton Siegel aus Immenstadt für den erkrankten Pfarrer Johannes Netzer.

Gemeinsam mit Kindern und Eltern feierte Siegel einen Gottesdienst, in dessen Mittelpunkt das Thema Gemeinschaft stand. Bürgermeister Walter Grath zeigte die Entwicklung auf: 1959 eröffnete der Kindergarten, 1987 wurde er durch einen Anbau erweitert. Nach 25 Jahren sei nun der nächste Schritt erfolgt.

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