Ortsgestaltung
Alte Schule soll Dorfzentrum werden

Wieder mit Leben gefüllt hat sich die ehemalige Schule in Thalkirchdorf, nachdem der Schützenverein das obere Stockwerk zu seiner neuen Heimat gemacht hat. Knapp die Hälfte der Räumlichkeiten ist zudem inzwischen privat vermietet. Zu wenig, meinten auf der Ortsteilversammlung im Thaler Festsaal die Vertreter der Unabhängigen Thaler Liste (UTL). Ihre Idee ist es, die alte Schule zum neuen Dorfzentrum zu machen, die Einrichtung eines Generationentreffs und die Umgestaltung des alten Pausenhofes zum gemütlichen Dorfplatz.

Bereits im Juli habe dazu eine Begehung stattgefunden mit Gemeinderäten und Bürgermeister, an deren Ende der Wunsch nach einem überzeugenden Konzept für eine eventuelle Nutzung und Umgestaltung des Schulgebäudes und der Außenanlangen stand. Felix Schädler hatte entsprechende Gedanken zu Papier gebracht und auch Pläne zur Außengestaltung gezeichnet. Boccia und Rasenschach, ein Brotbackofen, eine kleine Bühne und Bänke sind nur einige der Ideen, mit der die UTL den Pausenhof bunter machen würde.

Verhaltene Begeisterung

Die verhaltene Begeisterung von Bürgermeister Walter Grath konnten die Vertreter der UTL darum auch nicht verstehen. Das Gemeindeoberhaupt hatte sich nämlich zuvor in seinem Rechenschaftsbericht eher skeptisch über die Pläne geäußert.

Mit ein, zwei Bänken und einer Bühne sei es nicht getan, meinte Grath kritisch und stellte die provokante Frage «Wer sott da scho hihocken?» - so abseits von allem Geschehen. Lieber säßen die Leute doch direkt an der Straße, wo sich etwas rühre, meinte er. Und Geld in die Hand nehmen für Dinge, die sich anschließend als nutzlos herausstellten, das wolle er nicht.

An die Adresse der Bürger im Thal, die sich den Pausenhof trotzdem durchaus als lebendigen Dorfplatz vorstellen können, richtete er darum den Appell, Wünsche und Ideen noch einmal gründlich mit den potenziellen Nutzern durchzugehen. Denn auch einen «Generationentreff» hält Grath in einer so gut funktionierenden Dorfgemeinschaft wie der im Thal für eher wenig sinnvoll. Ein endgültiges «Nein» zu all den Plänen sollte dies jedoch nicht sein.

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