Allgäu-Orient-Rallye
2012 soll das Rennen nicht in Jordanien, sondern in der Türkei enden

Nächstes Jahr soll sie dahin führen, wo Noah nach der Sintflut mit seiner Arche gestrandet sein soll. Das Ararat-Gebirge in der Türkei. Die Allgäu-Orient-Rallye 2012 führt nicht mehr nach Jordanien und bricht damit die eigene Tradition. Und das hat Folgen.

Alte Autos über 6000 Kilometer von Oberstaufen nach Amman in Jordanien bringen. Zwischendurch skurril anmutende Sonderprüfungen absolvieren und am Ende das Fahrzeug für einen guten Zweck im Land lassen. Das ist knapp formuliert die Idee der Allgäu-Orient-Rallye - als bezahlbare Alternative zur Rallye Paris-Dakar. Seit sechs Jahren. Doch wie berichtet klappte das dieses Jahr nicht. Ende April machten sich rund 600 Teilnehmer auf den Weg nach Amman. Angekommen ist nur ein Bruchteil und bis auf eine Ausnahme nicht mit dem Auto (ein Team missachtete die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes und durchfuhr Syrien). Grund war der Aufruhr in Syrien. Das Land im Nahen Osten liegt auf dem Weg nach Jordanien. Per Fähre von der Türkei wollte man dann mit den rund 300 Fahrzeugen über Israel oder Ägypten das Ziel erreichen.

Doch beide Länder verweigerten die Einreise. Was blieb, war eine Odyssee auf dem Mittelmeer und ein jähes Ende der Rallye in der Türkei. Nun zieht Veranstalter Wilfried Gehr Konsequenzen.

<< Nachdem die politische Lage nach wie vor unkalkulierbar ist und eine Fährlösung nicht mehr infrage kommt, wird die Rallye 2012 nicht mehr im fantastischen Land Jordanien enden. >> Und Gehr ist sauer. Denn aus seiner Sicht waren es Mitarbeiter der Deutschen Botschaft in Kairo, die dafür gesorgt haben sollen, dass die Rallye-Teilnehmer nicht nach Ägypten einreisen durften. Man habe keine Verantwortung übernehmen wollen, meint Gehr. Das Auswärtige Amt habe nun ein klärendes Gespräch zugesichert.

Nächstes Jahr endet die Rallye nun in der Türkei. Womöglich am Berg Ararat. << Vielleicht gibt es noch einen Abstecher zum Kaspischen Meer. >> Weitere Änderungen:

Der erste Preis ist ein Kamel mit zwei, statt einem Höcker, weil sie am Zielort üblicher seien.

Es soll keine Anschlussreisen mehr geben. Ab dem Zielort wird ein Flugzeug Richtung Memmingen/Friedrichshafen gechartert.

Die Fahrzeuge sollen erneut für einen guten Zweck abgegeben werden. Der passende muss in der Türkei jedoch erst gefunden werden.

Weniger Startplätze: Teilnehmer, die 2011 laut Gehr trotz der Enttäuschung den Sinn der Rallye verstanden haben, werden 2012 bevorzugt. Die Anmeldung läuft am 7. Juni, ab 3.33 Uhr. Im vergangenen Jahr waren alle Startplätze bereits nach fünf Minuten vergeben.

Die Rallye Im Internet:

www.allgaeu-orient.de

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