Landwirtschaft
Schwierige Zeiten auf dem Milchmarkt: Komplexe internationale Entwicklungen treffen auch die Bauern vor Ort

Das zeigte die Generalversammlung der Allgäuer Bergbauern-Milch eG in Thalkirchdorf. Die Milchpreise in Deutschland seien im Vorjahr ohne Unterbrechung rückläufig gewesen, sagte Jürgen Geyer vom Verband der Milcherzeuger Bayern. Ein Grund war der russische Importstopp für EU-Käse.

Die Allgäuer Bergbauern hätten dennoch mit Arla einen der besten Milchpreise in Bayern erzielt. Auch Genossenschaftsvorstand Hubert Rupp sprach von einem 'ordentlichen Milchpreis'.

Heuer folgte nach einem eher freundlichen Jahresbeginn der nächste Rückschlag: China hatte laut Geyer genug Milchprodukte auf Lager, um angesichts des Markttrends die Importe gegenüber dem Vorjahr um bis zu 50 Prozent zu senken – und einfach abzuwarten, was nach dem Wegfall des Milchkontingents tatsächlich passiert. Die Preise sanken weiter. Das ist für Geyer mit eine Folge der Diskussion ums Quotenende. Zumal der Handel den Spielball aufgenommen und Preise ebenfalls teils kräftig gesenkt habe.

Der Wegfall des Milchkontingents führte bisher zu keiner Milchschwemme. Im Gegenteil: Im zweiten Quartal sei die Produktion in Deutschland nur leicht gestiegen, in der EU sogar gesunken.

Mehr zum Thema Milchwirtschaft lesen Sie in der Samstagsausgabe des Allgäuer Anzeigeblattes vom 13.06.2015.

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