Ehrenamt
Terrorschutzübung des Bayerischen Roten Kreuz in Oberstaufen

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Die Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuz haben am Wochenende in Oberstaufen für den Ernstfall geübt. Angenommen wurde ein Amoklauf in einer Schule. Diese Übung war Teil einer Zusatzausbildung, die das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr herausgegeben hat.

An zwei Übungsabenden beschäftigten sich die Helfer mit Rettungstechniken und Taktiken bei gefährlichen Einsätzen, wie Terroranschlägen oder Amokläufen. Neben der theoretischen Ausbildung fanden auch einige Übungen statt.

Wichtig bei den Übungen war, die Lage schnell zu überblicken, die verletzten Personen zu sichten und sich möglichst schnell um die Verletzungen zu kümmern. Dabei hat das BRK moderne Verbandsmaterialien verwendet, die erst seit kurzem zur Verfügung stehen. Damit sollen die Rettungskräfte im Ernstfall stark blutende Wunden schnell abbinden. Die Rettungskräfte übten an zwei Schweinehälften, die mit künstlichem Blut gefüllt waren.

Abgerissene Beine, Hände und Schussverletzungen

Anschließend folgte eine Übung, bei der die Helfer das erlernte Wissen an zehn geschminkten Schauspielern vom Jugendrotkreuz angewendet haben. Es ging um einen Amoklauf in einer Schule mit einem bewaffneten Täter und einer Explosion. Die Polizei hatte den Täter angeschossen.

Die Helfer können das Gebäude erst betreten, wenn die Polizei die Lage unter Kontrolle hat und keine Gefahr mehr für die Rettungskräfte besteht. Beim Eintreffen der Rettungskräfte liegen acht Verletzte auf dem Boden und schreien um Hilfe. Zwei Mädchen mit Schürfwunden sind in Panik und rennen herum. Die Helfer müssen nicht nur die Wunden versorgen, sie müssen auch die Kinder und Jugendlichen beruhigen.

Abgerissene Beine, Hände und Schussverletzungen: Kein alltäglicher Einsatz für die Rettungskräfte. Sie müssen schnell handeln und die Wunden mit den erlernten Techniken und dem neuen Verbandsmaterial versorgen.

Dozent Alessandro Genovese lobte die routinierte Arbeit seiner Kollegen: "Niemand wünscht sich Bilder des Terrors wie in Berlin, Paris oder London herbei. Sich konsequent und verantwortungsvoll auf neue Gefahren einzustellen ist für Hilfs- und Rettungsdienste aufgrund ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung unumgänglich, wir müssen einfach darauf vorbereitet sein."

Solche Übungen werden im ganzen Oberallgäu durchgeführt.

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