Heimatkreis
Vortrag und Exkursion geben Einblick in Arbeit des Obergünzburger Geologen Bartholomäus Eberl

Einen Vortrag zur Quartärgeologie, eine Zeitreise in die Zeit der Eiszeiten und Gletscher, organisierte der Arbeitskreis Heimatkunde Obergünzburg zusammen mit dem Alpenverein Obergünzburg. Der Geologe Bernhard Lempe von der Technischen Universität (TU) München ging in seinem Vortrag vor allem auf die Eiszeitfolgen und deren Erforschung durch Prof. Dr. Albrecht Penck (1858-1945) und seinen «Nachfolger», den Obergünzburger Frühmessbenefiziat, Heimatpfleger und Geologen Dr. Bartholomäus Eberl (1883-1960) ein.

Obwohl Eberl kein studierter Geologe war, wurde er von der Fachwelt anerkannt und gehörte << zu den bayerischen Gelehrten, deren Name weltweiten Klang erhalten hat >>, wie in der Schriftenreihe << Geologica Bavarica Nr. 19 >> nachzulesen ist. Es gelang ihm, die vier Eiszeitfolgen zu ergänzen und nachzuweisen. Dabei hatte er das große Glück, dass die Umgebung von Memmingen eine Schlüsselregion der Eiszeitfolgen im Voralpenland darstellt und für Forschungen hervorragend geeignet ist.

Der Vortrag über Penck und Eberl sowie die von Eberl geschaffene geologische Karte von Bayrisch-Schwaben wurde mittels neuester, digitalisierter Geländebilder bestätigt und den Teilnehmern sehr plastisch näher gebracht.

Ergänzt durch Exkursion

Ergänzt wurde der Vortrag am darauffolgenden Tag mit einer Exkursion unter der Leitung von Prof. Scholz, Lehrstuhlinhaber an der TU München zusammen mit dem Geologen Bernhard Lempe vom Lehrstuhl für Ingenieurgeologie an der TU München. Der überwiegende Teil der Exkursionsziele lag im Bereich des Endmoränenwalles bei Bad Grönenbach, wo viele quartärgeologische Phänomene erkennbar sind. Mit maßstabsgetreuen Geländemodellen sowie zum Teil nicht veröffentlichten Kartendarstellungen wurden die Exkursionserkenntnisse dokumentiert.

Mit ein Höhepunkt der Exkursion war der Halt bei den << Geologischen Orgeln >> von Bossarts, einem << Klassiker >> für Naturfreunde. Am Spätnachmittag näherte sich der Tross dem Obergünzburger Raum und legte dort auch einen Stopp in Immenthal ein. Von dem gut sichtbaren würmzeitlichen Eisrand hatte man nicht nur einen wunderbaren Blick auf das Günztal, sondern auch auf das << Trompetental >>, wie die Geologen die Geländeformationen an solchen Gletscherausläufern nennen.

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