Marktrat
Vielleicht bald Kinderkrippe auch in Ronsberg

Bei der Kindergarteneinschreibung hat sich gezeigt, dass acht Kinder aufgrund ihres Alters (unter drei Jahren) in eine Kinderkrippe gehören. Dies berichtete Bürgermeister Gerhard Kraus in der jüngsten Ronsberger Marktratssitzung. Derzeit sei die Einrichtung noch eine freiwillige Leistung der Gemeinde, ab 2013 bestehe allerdings die Verpflichtung, genügend Krippenplätze zur Verfügung zu stellen, erklärte der Ronsberger Rathauschef.

Den Ronsberger Kindergarten hatten zwei Vertreter des Landratsamtes besichtigt und festgestellt, dass die Einrichtung gute Voraussetzungen für eine Kinderkrippe bietet. Dafür sind nur ein paar kleinere Umbauten für einen Wickeltisch, kleinkindergerechte sanitäre Anlagen, einen Abstellraum für Kinderwagen und eine räumliche Abtrennung im Garten nötig.

Für die Baumaßnahmen, so der Bürgermeister, gibt es 60 bis 80 Prozent Förderung, für die Ausstattung, wie beispielsweise für kleinere Stühle, stünden bis zu 15000 Euro Zuschuss zur Verfügung. Von der Gemeinde muss dafür ein pädagogisches Konzept vorgelegt werden. Aber es müsse dann vermutlich noch eine weitere Pflegerin eingestellt werden, meinte Kraus. Derzeit beschäftigt der Ronsberger Kindergarten drei Erzieherinnen und drei Pflegerinnen.

Vor einer Entscheidung muss die Kindergartenleitung der Gemeindeverwaltung die gebuchten Stunden mitteilen und der Finanzausschuss ausrechnen, was ein Kinderkrippenplatz die Eltern kostet. Dieser wird auf alle Fälle teurer sein, als ein Kindergartenplatz. Allerdings könnten auch hier keine kostendeckenden Gebühren verlangt werden, da diese sich bei etwa 250 Euro bewegen würden. Für die Gemeinde bestehe noch die Möglichkeit, keine Kleinkinder unter einem Jahr aufzunehmen.

Entscheidung vertagt

Der Finanzausschuss wurde von den Ratsmitgliedern einstimmig beauftragt, alle Möglichkeiten durchzurechnen und die finanziellen Auswirkungen aufzuzeigen. Die Entscheidung des Gemeinderates über die Einrichtung einer Kinderkrippe wird in der nächsten Sitzung fallen, wenn alle Zahlen auf dem Tisch liegen.

Weil der Markt Ronsberg über keinen finanziellen Spielraum verfügt, aber bei einer Schaffung von Krippenplätzen weitere Kosten für die Gemeinde entstünden, müsse eine Entscheidung dafür gut überlegt werden, waren sich die Markträte einig.

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