Dokumentation
Vielbeachtete Premiere des Dokumentarfilms Die Günz bei Obergünzburg

'Die Günz' ist der Star im gleichnamigen Dokumentarfilm von Friedhelm Riemann, und viele kamen zu der Premiere, um das heimatliche Flüsschen in seiner Hauptrolle 'von der Quelle bis zur Mündung' zu sehen. Die Wirtsstube der Schlossmühle Liebenthann, wenige Kilometer vom Ursprung des längsten Bachsystems in Bayern entfernt an einer der schönsten Stellen im Günztal gelegen, füllte sich rasch bis zum letzten Platz. Heidi Sanz spricht Flussgöttin

Der Babenhausener Riemann, 'seit 1966 ein leidenschaftlicher Filmer' und erfahrener Dokumentarist, wohnt an der Günz. Ein Hochwasser führte ihn mitten hinein in das Thema. Zweieinhalb Jahre brauchte er für sein jüngstes Hobby-Videofilmprojekt. Bei seinen Recherchen traf Riemann den Obergünzburger Lyriker und Heimatkundler Peter Würl und die Fotografin Heidi Sanz aus Eglofs bei Obergünzburg.

Würl hatte sich mit der römischen Flussgöttin 'Guntia' befasst, die der Günz ihren Namen gab. Auf Riemanns Bitte schrieb er das Schlussgedicht für den Film. Sanz, die Fotos zum Film beisteuerte, gewann Riemann zudem als Sprecherin, die in die Rolle der Günz oder Guntia schlüpfte. Denn, so der Filmer: 'Ich habe bewusst auf die Menschen verzichtet und wollte nur einfach mal die Natur sprechen lassen.'

Das Publikum folgte gebannt Guntias Flusspfad von den Quellen der östlichen wie der westlichen Günz bei Günzach und Untrasried durch stille Wiesen und Uferlaub, Fischweiher, Betonwände und Röhren, durch Städte, Märkte und Moore zur Donau. Das plätschernde Wasser floss langsam vorbei an kulturellen und historischen Kostbarkeiten und Orten von mystischem Zauber.

Das Günzacher Schloss, Obergünzburg, die Teufelsküche. Streuwiesen und Auwald am ruhig mäandernden Bach. Ronsberg, Erkheim und Ottobeuren, Stephansried, Günz, Lauben, Babenhausen und Günzburg. Historische Mühlen, moderne Stromerzeugung. Und immer noch unberührt wirkende Landschaften.

Auch faszinierende Tieraufnahmen waren zu sehen. Eisvogel, Biberfamilien und – unter Wasser – Hecht, Karpfen, Schleie und Stör. Das Publikum reagierte einhellig lobend: 'Ein sehr schöner Film. Liebevoll gestaltet. Originelle Vertextung', war am Ende, nach kräftigem Beifall, zu hören.

Der Dokumentarfilm 'Die Günz' ist voraussichtlich im Januar auch im Obergünzburger Akku-Treff zu sehen.

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