Bürgerversammlung
Verschiedene Möglichkeiten für die Alte Schule in Untrasried

Auf reges Interesse stieß die aktuelle Planung des Kindergartens bei der Untrasrieder Bürgerversammlung im Landgasthaus Bären. Um zu dem 'heißen Thema', wie Bürgermeister Alfred Wölfle einleitend sagte, die Meinung der Besucher zu hören, stellte Architekt Matthias Weber aus Seeg Alternativen für eine Sanierung der Alten Schule oder deren Abriss und einen Neubau des Kindergartens vor. Detailliert ging Bürgermeister Wölfle zudem auf die Untrasrieder Entwicklung mit getätigten und geplanten Investitionen sowie die Haushaltszahlen ein. 'Die finanzielle Situation schaut ganz gut aus, und ich hoffe, dass es auch so bleibt', lautete dabei sein Fazit.

Ausgearbeitete Pläne zum Thema 'Alte Schule' und die zugehörigen Fassadenansichten zeigte Architekt Weber in seiner Präsentation. Entweder wird die 'Alte Schule', die den Kindergarten derzeit beherbergt, saniert, oder sie wird abgerissen und durch einen Kindergarten-Neubau mit Krippe an gleicher Stelle ersetzt. Beide Lösungen sehe er gleichwertig, so Weber. Allerdings biete ein 2,5 Meter längerer Neubau mit insgesamt 327 Quadratmetern bei gleichen Kosten 60 Quadratmeter mehr Fläche.

Nach Abzug von Fördergeldern fielen Kosten in Höhe von 786 000 Euro beim Neubau, 809 000 Euro (ohne Dachausbau) bei einer Sanierung an. Diese Sanierung beinhalte allerdings nur eine Dämmung, kein neues Dach, so Weber auf Nachfrage von Georg Wölfle.

Die anschließende Diskussion war von Sachlichkeit geprägt. Bislang, sagte Konrad Fendt, sei er für den Erhalt des historischen Gebäudes gewesen, doch spreche das Raumkonzept des Planers eindeutig für einen Neubau. Dieser habe auch Vorteile. 'Ich könnte mir jetzt auch einen Neubau vorstellen', so Fendt.

'Ich möchte mich nochmals für die Alte Schule stark machen', erklärte dagegen Otto Holzheu. Den Zielen der Dorferneuerung entsprechend sollte das Ortsbild prägende Gebäude bei der Kirche erhalten werden. Die 'Alte Schule' für eine spätere Renovierung stehen zu lassen und einen neuen Kindergarten auf die grüne Wiese zu bauen, regte Christian Unsin an. Auch ein Verkauf der 'Alten Schule' wurde in der Diskussion vorgeschlagen.

Für einen Neubau, aber mit steilerem Dach für einen späteren Ausbau, sprach sich Toni Holzheu aus. Dem schloss sich auch Maria Scheuermann an. Er sei grundsätzlich für einen Umbau, sagte Hans Dimmeler, jedoch wären die vorgelegten Kosten nicht einfach vergleichbar, wenn bei der Sanierung das Dach nicht enthalten sei. Von einer 'konstruktiven Bürgerversammlung' sprach Bürgermeister Wölfle am Ende.

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