Freischießen
Traditionsreiches Obergünzburger Fest feierlich eröffnet

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Trommelnde Landsknechte, krachende Büchsen und ein Fürstabt, der dem besten Schützen ein Preisgeld stiftet: Das Obergünzburger Freischießen, heuer zum 90. Mal vom Schützenverein Guntia gefeiert, ist tief in der Geschichte des Günztaler Marktes verwurzelt. Und dabei höchst lebendig. Schon der Auftakt zog hunderte Besucher und geladene Gäste ins Zentrum zwischen Rathaus und Kirche.

Farbenfrohes Willkommen

Farbenfroh hießen die Fahnenabordnungen und Gruppen in Trachten, harmonisch die Musikanten des Obergünzburger Blasorchesters und lautstark die Böllerschützen der Obergünzburger Feuerschützengesellschaft, verstärkt von Heiligkreuz sowie Lenzfried, zu 'einem der traditionsreichsten Schützenfeste im süddeutschen Raum' willkommen.

Dieses zu erhalten, rief Bürgermeister Lars Leveringhaus alle 'aktiven Bürgerinnen und Bürger, Mitstreiter, Kritiker und Freunde' auf. Er dankte den Organisatoren der Guntia und auch den Feuerschützen, die einen eigenen Schießwettbewerb ausrichten. Sein Dank galt auch Festwirtin Susanne Lolacher für die gute Zusammenarbeit.

Neben den örtlichen Schützenmeistern und -königen waren unter anderem Gauschützenmeister Anton Prinz, stellvertretender Bezirksschützenmeister Hans Hafner, Staatssekretär Franz Pschierer, Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke, stellvertretender Landrat Alexander Müller sowie zahlreiche Kreis- oder Gemeinderäte und Bürgermeister gekommen.

Wolfgang Heinold, Schützenmeister und heuer Guntias Schützenkönig, blickte in die Geschichte des Freischießens, das 1904 erstmals ausgerichtet wurde. Nach Jahren, in denen die Tradition brachlag, wurde 1950 zunächst nur mit der Armbrust geschossen, später auch wieder mit Luftgewehr und -pistole.

Wie Heinold dankte auch Max Schwarzer, Schützenmeister der Feuerschützen, allen Sponsoren und Gönnern. Er betonte, dass Schützenvereine Waffen stets und ausschließlich im sportlichen Wettbewerb einsetzten.

'Wir wissen um unsere Verantwortung und sind stolz auf unsere sportlichen Erfolge.' Staatssekretär Pschierer erklärte: 'Es macht keinen Sinn, wann immer in diesem Land etwas passiert, nach einer Verschärfung der Waffengesetze zu rufen.' Bezirksvertreter Hafner wünschte ein gutes Gelingen und rege Beteiligung bei den Schießwettbewerben.

Aufmüpfige Obergünzburger

Dann wurde der Kirchplatz zur Bühne. Mit einem Prolog führte Altbürgermeister Herbert Schmid ins Jahr 1535 zurück, und die Historienspielgruppe unter der Regie von Susanne Deniffel ließ die Zeit nach dem Bauernkrieg aufleben.

Fürstabt Wolfgang von Grünenstein (Herbert Heisler) und sein Sekretär (Hans Schindele) wurden von Ammann Claus Zech (Nicola Paolini) begrüßt.

Um das Land zu verteidigen, sollen die Bauern nach dem Willen der Obrigkeit pflichtgemäß schießen. Die aufmüpfigen Obergünzburger sind davon zuerst nicht angetan. Aber dann stiftet der kluge Abt einen sehr hohen Preis. Und Mathis Schön (Christian Schlichtherle) ergreift seine Chance

Das Freischießen war damit eröffnet. Anschließend zogen Fürstabt, Volk, Ehrengäste und Besucher mit dem Obergünzburger Blasorchester ins Festzelt auf die Rösslewiese. Das erste Fass zapfte der Bürgermeister mit nur zwei wuchtigen Schlägen an.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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