Tausendfüßler
Tolle närrische Einfälle beim Umzug in Ronsberg

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Der «Närrische Tausendfüßler» in Ronsberg hat nichts an seiner Attraktivität verloren, wie die große Teilnehmer- und Besucherzahl zeigte. Dicht gedrängt verfolgten die rund 10000 Zuschauer am Straßenrand das farbenfrohe Treiben der Narrenzünfte aus Ronsberg, etlicher Nachbarorte sowie von Vereinen aus dem Ober- und Unterallgäu. 60 Gruppen, darunter einige Musikkapellen, nahmen an dem Umzug teil, den der Ronsberger Faschingsverein organisiert hatte.

Narren «aus aller Welt»

Wie es aussah, waren dazu aus der ganzen Welt Narren angereist: bis aus dem fernen Indien, dem Pharaonenreich Ägypten, den Urwäldern Afrikas oder aus Höhlen in grauer Vorzeit. Hinzu kam eine bunte Vielfalt an Clowns, Piraten, Tier- und Comicfiguren, Gardemädchen und Bonbons werfenden Prinzenpaaren. Zudem gab es viele einfallsreich gestaltete Wagen, die so manch politisches Thema aufs Korn nahmen.

Angeführt wurde der Zug von den drei Ronsberger Prinzenpaaren, die auf der Ronsberger Burg thronten. Begleitet wurden sie von ihren Garden, dem Elferrat und den sagenhaften «Brunnenmännle».

Eine lebende Geisterbahn hatte die Gruppe Erwin Haug aus Friesenried gruselig gestaltet. Die Kemptener Stadthexen waren ebenso zum Fürchten wie die «Gluathex» aus dem Illerwinkel oder die Untrasrieder Wegmann-«Bieraten». Die «verrückten Hühner» der Landjugend aus Eggenthal hatten den Dioxinskandal zum Thema.

«Tausend und eine Nacht»

Stark vertreten waren die Ronsberger Lokalmatadoren: So zeigte die Truppe um Beate Schuster Träume aus «Tausend und einer Nacht». Die «Nächste Ronsberger Generation» trat als «Looney Tunes» (verrückte Trickfilmfiguren) auf. «Orakel Paul, den gibts nicht mehr, jetzt müssen andre Tiere her» meinte der SVR. Die Wintersportabteilung ließ das Märchen von Schneewittchen und den vielen Zwergen wahr werden.

Auch aus Untrasried kamen etliche Teilnehmer: die Wetterfrösche von Edith und Luis Wintergerst beispielsweise, die den richtigen (Rettungs-?) Schirm gegen jedes Sauwetter besaßen. Oder die Inderinnen, die Schlangenbeschwörer Alfred Wölfle (im echten Leben «Dompteur» des Untrasrieder Gemeinderates) anführte. «Es gibt nur noch E10 im ganzen Land, drum steigen wir um auf Elefant» meinte die Landjugend. Afrikanische Tiere brachten sie gleich mit. Aus dem benachbarten Gemeindeteil Hopferbach waren die Neandertaler aus ihren Höhlen gekrochen, die sich bei so viel Narretei die Augen rieben.

Lustige Nachfeier im Zelt

Hanslick aus Obergünzburg ließ die Steinzeit wiederum in der Teufelsküche aufleben. Passend zu den «internationalen» Umzugsteilnehmern ließ die Faschingsgruppe Günzach die bunten Fahnen vieler Länder wehen. Der Eckart-Fan-Club aus Aitrang zeigte die Auswirkungen von isländischer Vulkanasche auf den Flugverkehr. Die Trommlergruppe des Faschingsvereins Wertach beschloss den Zug. Nach Auflösung des «Tausendfüßlers» ging es im Zelt lange lustig weiter.

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