Großeinsatz
Schüsse im Zug: Beamter überlebte wohl nur dank kugelsicherer Weste

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Als der Alex-Zug am vergangenen Freitag um 13.19 Uhr den Münchener Hauptbahnhof in Richtung Allgäu verließ, dachte wohl keiner der Fahrgäste, dass er in der nächsten Stunde Zeuge eines Verbrechens werden würde.

'Ich saß im Bistrowagen und döste vor mich hin', erzählt Michael Borth aus Sonthofen. Dann habe er plötzlich Schüsse gehört, sie zunächst aber nicht in Verbindung mit irgendeiner Auseinandersetzung gebracht.

Gegen 14.30 Uhr, war es zu dem Zwischenfall im vorderen Zugteil gekommen, als zwei Bundespolizisten zwei 20 und 44 Jahre alte Fahrgäste kontrollieren wollten. Der Jüngere war wegen räuberischen Diebstahls zur Fahndung ausgeschrieben. Er sollte eine Haftstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten absitzen. Plötzlich schoss einer der Männer auf den 44-jährigen Bundespolizisten. Ein 36-jähriger Beamter des Landeskriminalamtes, der zufällig im Zug sitzt, hört die Schüsse - und feuert selbst mehrmals auf den Schützen.

Gegen 16 Uhr wird eine Leiche an der Bahnstrecke bei Günzach gefunden. Bald ist der Polizei klar: Es handelt sich um einen der Täter. Kurz darauf wird auch der 44-jährige Täter gefunden: Er liegt schwer verletzt in der Nähe der Bahngleise bei Günzach. Zudem finden die Ermittler bei ihrer Suche zwei Waffen - eine davon gehört einem der beiden Bundespolizisten.

Update 12.00 Uhr 23.03.:

Wie war die Stimmung am Kemptener Bahnhof am Tag nach der Schießerei?

Update 11.15 Uhr 23.03.:

Die Identität der beiden Täter ist geklärt: Der getötete 20-jährige Mann kommt aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck. Der schwer verletzte 44-Jährige stammt aus Augsburg.

Update 15.30 Uhr 22.03.:

Die Erkentnisse der Pressemeldung in der Zusammenfassung:

  • Der getötete Täter, ein 20-jähriger Russe, soll baldmöglichst obduziert werden.
  • Der mutmaßliche zweite Täter, vermutlich ein Kasache, liegt in einer Allgäuer Klinik im Koma, Vernehmungszeitpunkt fraglich.
  • Beide hatten laut zuständigem PP München versucht, zwischen Günzach und Wildpoldsried aus dem 80 - 100 Kilometer schnellen Alex zu springen und sich dabei die schweren bzw. tödlichen Verletzungen zugezogen.
  • Am Samstag nochmals intensive Absuche der Gleise nahe Günzach mit zahlreichen Polizeikräften. Ergebnis offen.
  • Die Polizei geht von deutlich mehr Schüssen im Zug aus, als ursprünglich vermutet. Einer der drei beteiligten Beamten hat die Schüsse wohl nur dank einer schusssicheren Weste überlebt.
  • Die beiden mutmaßlichen Täter hatten die Beamten offenbar mit einer Schreckschusspistole bedroht.
  • Zur genauen Zahl der Schüsse gibt es weiterhin keine Angaben.

Update 11 Uhr 22.03.:

Die Bahnstrecke München-Kempten ist wegen Ermittlungsarbeiten der Polizei bis zum Samstagmittag gesperrt.

Den genauen Tathergang und Hintergrund-Informationen zum Fall lesen Sie in der Allgäuer Zeitung vom 22.03.2014 (Seite 1 / 23).

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