Sitzung
Räte reden über verkehrssichere Bäume in Obergünzburg

Wie kann die 'Verkehrssicherheit' von Bäumen auf öffentlichem Grund langfristig und pragmatisch überprüft werden? Mit dieser Frage hat sich der Obergünzburger Marktrat in seiner Oktobersitzung ausführlich beschäftigt.

Reinhard Kofler von der Firma Riwa in Memmingen stellte dazu eine Software vor, die in anderen Ostallgäuer Kommunen bereits verwendet wird und eine zuverlässige Dokumentation sicherstellen soll.

Baumpatenschaften angeregt

Da die Erstaufnahme der Bäume in das Kataster erhebliche Kosten verursacht, schlug Bürgermeister Lars Leveringhaus den Markträten vor, den Haushaltsansatz für 2012 von 10 000 Euro auf 30 000 Euro zu erhöhen.

Hanni Graf regte außerdem an, Baumpatenschaften zu vergeben, um die Bürger an der Beobachtung und Pflege der Bäume zu beteiligen. Mit zwölf zu fünf Stimmen beschloss der Marktrat, die vorgeschlagene Erhöhung des Haushaltsansatzes in die kommenden Beratungen aufzunehmen.

Fotoarchiv entsteht

Einen Einblick in die Arbeit des Gemeindearchivs vermittelte Peter Pfister als 'historisch interessierter', ehrenamtlicher Mitarbeiter. Er schilderte dem Marktrat Geschichte, Inhalt und Zustand des vorhandenen Materials und informierte über aktuelle Archivierungsarbeiten, wie beispielsweise den Aufbau eines Fotoarchivs.

Privatpersonen oder Vereine können ihre Sammlungen dem Gemeindearchiv zur Verwahrung übergeben, bleiben aber Eigentümer. Das Material wird öffentlich zugänglich gemacht, soweit es sich nicht um heikle personenbezogene Daten handelt, wie zum Beispiel um alte Strafregister.

Weg zu wenig genutzt

Der Wolfholzer Weg von Ebersbach nach Wolfholz entspricht in seiner Nutzungsfrequenz nicht den Vorgaben einer Gemeindeverbindungsstraße, erläuterte Gemeindeamtsleiter Matthias Rieser den Markträten.

In einem solchen Fall erzwinge das Gesetz die Herabstufung zum öffentlichen Feld- und Waldweg, was auch dem Zustand des Wolfholzer Weges entsprechen würde, so Rieser weiter.

Allerdings gehe damit die Straßenbaulast von der Kommune auf die Anlieger über. Dagegen wandten sich die Gemeinderäte Immerz, Keller und Rietzler, die eine Benachteiligung der landwirtschaftlichen Betriebe sahen.

Keine Sonderbehandlung

Da jedoch im gesamten übrigen Gemeindegebiet ebenfalls die Anlieger öffentliche Feld- und Waldwege pflegen müssen, lehnte der übrige Marktrat eine Sonderbehandlung ab. Bürgermeister Lars Leveringhaus schlug vor, den Wolfholzer Weg für rund 20.000 Euro herzurichten und ihn erst anschließend herabzustufen.

Die Mittel müssten in den Haushalt 2012 eingestellt werden. Um die Einzelheiten abzustimmen soll eine Beteiligtenversammlung einberufen und das Vorhaben offen kommuniziert werden.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2020

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen