Einweihungsfeier
Obergünzburger Rösslewiese ist Busbahnhof, Parkplatz und Festplatz in einem

Die Rösslewiese hat sich verwandelt. Nach langen Planungen ist in nur drei Monaten Bauzeit 'eine neue Visitenkarte' für Obergünzburg entstanden. Der Markt erhalte einen neuen städtebaulichen Akzent, 'die Rösslewiese erstrahlt in neuem Glanz', lobte Landtagsabgeordnete Angelika Schorer bei der Einweihungsfeier das neu gestaltete Areal, das im Zentrum des Ortes gleich drei wichtige Aufgaben hat. Entstanden ist ein moderner, barrierefreier und sicherer Omnibusbahnhof, den täglich zahlreiche Fahrgäste – darunter hunderte Schüler – nutzen, ein komfortabler Pkw-Parkplatz und ein Festplatz, wie ihn der Markt unter anderem für das traditionelle Freischießen erhalten wollte.

Ein Busbahnhof, auf dem ab und an ein großes Festzelt aufgebaut wird? 'Viel Gehirnschmalz' habe man aufbringen müssen, so Bürgermeister Lars Leveringhaus, um dieses Problem zu lösen.

Bereits 1997 wurde eine Planung ins Auge gefasst, 2001 die Fläche als Provisorium gerichtet. Seit 2009 war Architekt Martin Hofmann vom Irseer Planungsbüro Hofmann & Dietz damit befasst.

Mit Aussicht auf gut 300 000 Euro an Fördermitteln für Städtebau und Öffentlichen Personennahverkehr wurde der Busbahnhof bei veranschlagten Kosten von 660 000 Euro am Ende verwirklicht. Nicht einkalkuliert ist bislang der Aufwand für die Entsorgung von etwa 7000 Tonnen an Aushub, die derzeit in einer Kiesgrube lagern.

Platz für 30 Autos

Gebaut wurden, neben den asphaltierten Haltestellen und Bussteigen, ein Busparkplatz und etwa 30 gepflasterte Pkw-Parkplätze, die im Winter geräumt werden, dazu Stellplätze auf einer wassergebundenen Decke mit einem Standplatz für Wohnmobile.

Ein Fußweg wurde von der Berggassentreppe zum Pfarrweg geführt, energieeffiziente LED-Straßenlampen beleuchten die Rösslewiese. Baubeginn war am 2. April. Die Abnahme konnte am 6. Juli erfolgen: 'Schneller als vorgesehen', wie Bauleiter Veit Nonnenmacher von der ausführenden Baufirma Hubert Schmid sagte.

Einen 'wichtigen Meilenstein für die gesamte Innerortsentwicklung' nannte Architekt Hofmann den zentralen Parkplatz. Womöglich ließen sich langfristig die Stellplätze für Marktplatz und Alten Markt reduzieren. Als Umweltmaßnahme, so Hofmann, wurden 2000 Quadratmeter der Rösslewiese mit Sickerrigolen versehen.

Noch sei der Platz kahl. Doch im Herbst werden einige Bäume gepflanzt. Die vorgesehenen Bushäuschen sollen nach dem Freischießen aufgestellt werden. Wegen des Festes und der Ferien wird der Busverkehr auf der Rösslewiese erst zu Beginn des neuen Schuljahres freigegeben.

Die Einweihungsfeier mit zahlreichen Gästen, die sich im Museumshof gemütlich fortsetzte, wurde von den Obergünzburger 'Pfutzgern' unter Leitung von Konrad Wölfle musikalisch festlich gestaltet.

Pfarrer Friedrich Martin und Pfarrer Walter Böhmer nahmen die ökumenische Segnung vor. Am Umbau der Rösslewiese nahm Böhmer als Nachbar besonderen Anteil. Durch die Fenster des katholischen Pfarrhofs hatte er alle Baufortschritte im Blick.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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