Marktrat
Obergünzburger Marktrat stimmt für Feuerwehrgerätehaus

Zur 'großen Lösung' hat sich der Obergünzburger Marktrat beim geplanten Erweiterungsbau für das Feuerwehrgerätehaus an der Kaufbeurer Straße entschlossen. Entwurfsplanung und Baubeschluss trafen dabei auf drei Gegenstimmen. Gebaut wird die neue Fahrzeughalle von 23 Metern Länge und 16 Metern Breite mit einem Satteldach. Auch die Schulungs- und Aufenthaltsräume im alten Trakt sollen durch einen Anbau erweitert werden, die Pkw-Parkplätze künftig außerhalb des Hofes liegen. Als Kosten wurden 816 000 Euro veranschlagt.

Im Februar war ein Vorentwurf von Architektin Marion Bartl für einen L-förmigen Anbau mit drei zusätzlichen Fahrzeugstellplätzen, Werkstatt, Umkleiden, Sanitär- und Lagerräumen einstimmig befürwortet worden. Mehr Platz und mehr Sicherheit soll die Erweiterung bringen.

Die Frage, ob die neue Fahrzeughalle mit einem Treppenaufgang zu Galerie und Lagerräumen im Obergeschoss gebaut wird oder – in einer 'kleinen Lösung' – hier lediglich Stapler zum Einsatz kommen, war damals offen geblieben.

Allerdings hätte die kleine Lösung 34 000 Euro netto gespart, wie Bürgermeister Lars Leveringhaus in der jüngsten Sitzung erklärte.

Die Kostenschätzung der Architektin hatte sich zunächst auf 857 000 Euro für die große Lösung belaufen. In Abstimmung mit dem Feuerwehr-Arbeitskreis, so Leveringhaus, wurden die Technikkosten jedoch reduziert.

Über die Energieversorgung ist noch nicht entschieden. Nicht ermittelt wurden die Kosten für eine eigene Alarmausfahrt. 'Nicht knickrig sein', appellierte Max Schwarzer (Freie Wähler) an seine Ratskollegen.

Er sprach sich dafür aus, bei der Technik auf Kostenreduzierungen zu verzichten. Mit der Baumaßnahme wolle man schließlich 'Sicherheit für die nächsten 25 Jahre schaffen'.

Sein Fraktionskollege Xaver Rietzler erklärte: 'Wenn man sparen will, muss man mehr sparen', ansonsten solle man es gleich lassen. Dem widersprach Hubert Bufler (CSU). Er sei ebenfalls für die große Lösung. Wenn die Feuerwehr jedoch sage, man könne Geld sparen, dann solle man das tun.

Kritik am Verfahren

Kritik am Verfahren äußerte Hanni Graf (Grüne): Eine abgespeckte Lösung sei nicht dargestellt, Fragen seien nicht beantwortet worden. Im Wesentlichen, so Graf, sei im Entwurf 'absolut alles erfüllt' worden. Sie erinnerte daran, dass nur die Hälfte der nun genannten Kosten ursprünglich im Haushalt eingestellt worden seien.

Demgegenüber verwies Leveringhaus auf die erfüllten Kriterien der Förderung. Die Erweiterung sei also 'nicht überdimensioniert'. Angesichts von acht Stellplätzen für derzeit sieben Feuerwehrfahrzeuge schloss Dr. Günter Räder (Grüne) jedoch: 'Sieben Stellplätze müssen ausreichen.'

Entsprechend stimmten Graf, Räder und Reinhard Kiechle (Grüne) gegen eine Genehmigung der vorgestellten Entwurfsplanung und den Baubeschluss. Mit den Stimmen der übrigen Räte wurden die Beschlussvorschläge angenommen.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen