Günztal
Obergünzburger Marktrat regt Alltagshilfe-Verein für Ältere an

Ein Selbsthilfeverein für Ältere, der sich um Alltagshilfen, Betreuung, Versorgung und seniorengerechtes Wohnen kümmert – könnte das etwas sein? Für Obergünzburg oder, besser noch, für alle Günztalgemeinden? Die Frage stellte sich der Obergünzburger Marktrat in seiner jüngsten Sitzung. Alexander Zoller, Seniorenbeauftragter des Landkreises Ostallgäu, hatte sie angeregt. Grundlage war sein Bericht über die erfolgreiche Seniorengenossenschaft Riedlingen in Baden-Württemberg.

Neben Vertretern anderer Gemeinden hatte sich auch Obergünzburgs Zweiter Bürgermeister Herbert Heisler durch einen Besuch über das vorbildhaft geführte Projekt in Baden-Württemberg informiert.

Die Seniorengenossenschaft Riedlingen gibt es seit 20 Jahren. Den Herausforderungen des demografischen Wandels mit mehr Eigeninitiative und bürgerschaftlichem Engagement zu begegnen, hatten die Gründer um Vorsitzenden Josef Martin sich vorgenommen.

Heute hat der Verein mehr als 600 Mitglieder. Er organisiert nicht nur Alltagshilfen, für die bei Älteren ein großer Bedarf besteht, sondern auch eine Tagespflege und eine Wohnanlage mit einem Investor.

Das Projekt, so Zoller, werde im Ehrenamt mit Entgelt betrieben, und habe damit eine gute Entwicklung genommen. Vom Stundensatz in Höhe von 8,20 Euro gehen 6,80 Euro als Aufwandsentschädigung an die ehrenamtlichen Helfer. Der Rest fließt in laufende Vereinsausgaben.

Derzeit schon guter Status

Zoller und Heisler würdigten bereits erfolgreiche Obergünzburger Initiativen, wie die ehrenamtlichen 'Helfenden Hände' oder den Akku-Treff. Man habe nach mehr als zehn Jahren Seniorenarbeit keinen schlechten Status, so Heisler.

In Riedlingen sei die Kommune nicht direkt ins Projekt eingebunden. Ähnliches könne er sich für Obergünzburg vorstellen.

Anders als in Baden-Württemberg sei es jedoch in Bayern aus rechtlichen Gründen sehr schwierig, einen ehrenamtlichen Fahrdienst möglich zu machen. Der Landkreis, so Zoller, wolle Seniorengenossenschaften unterstützen.

'Halten Sie Obergünzburg für groß genug?, fragte Dr. Günter Räder. 'Wie viele Leute brauche ich?' Es wäre sinnvoll, sich nicht auf die Marktgemeinde zu beschränken, entgegnete Zoller. Gemeinsam mit Günzach, Untrasried und Ronsberg ergäbe sich bereits eine beachtliche Einwohnerzahl.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen