Mühlentag
Mühlentag in Liebenthann - Wie aus dem Bilderbuch

Einen Mühlentag wie aus dem Bilderbuch erlebten viele Hundert Besucher im Günztal. Nicht wenige waren zu Fuß oder per Fahrrad zur Schlossmühle Liebenthann und zur Schobermühle gekommen. Bei freundlichem Biergartenwetter war in der Günzacher Schobermühle vor allem Gemütlichkeit Trumpf. Vom Frühschoppen über den Mittagstisch bis zum Kaffee waren die Plätze im Garten der 1394 erstmals im 'Stiftkemptischen Salbuch' erwähnten historischen Mahl- und Sägmühle begehrt.

Wer behaglich am Glas nippte, konnte nebenbei einen Abriss der Geschichte der Schobermühle studieren, die ihren Namen schon 1526 durch den Müller Konrad Schober erhielt. Nicht nur das liebevoll restaurierte historische Umfeld freute die Gäste.

Auch von selbstgemachten Braten, Knödeln und Kuchen der Gastgeber Gertrud Ganswohl und Anton Jörg wurde geschwärmt. So lautete denn auch Jörgs zufriedenes Fazit: 'Es hat alles rundum gepasst.'

Den ganzen Tag über Hochbetrieb herrschte auch ein paar Kilometer günzabwärts an der 1698 erbauten und denkmalpreisgekrönten Schlossmühle Liebenthann von Brigitte und Steffen Haid.

Dieser schätzte an die 2000 Besucher, die der Einladung von Mühlenteam und Stiftung Kulturlandschaft Günztal folgten. Neben dem bewirteten Biergarten mit zünftiger Blasmusik der Obergünzburger 'Pfutzger' unter Georg Holzheus Leitung wartete auf sie ein unterhaltsames und informatives Programm.

Historische Säge in Betrieb

Von Kindern umlagert waren vor allem die Günztaler 'Wasserschule', Rätsel und Spiele, fröhliche Kutschfahrten sowie alte Traktoren und der humorvoll erklärte Betrieb der historischen Säge. Auch die Technik des Mähens mit Sensen oder per Pferdegespann mit restauriertem historischem Mähbalken zog an.

Von Eiszeit über Mittelalter

Zwei Themenwanderungen unter Dr. Christoph Greifenhagens kundiger Leitung erwiesen sich als besonderer Erfolg. So schlossen sich allein gut fünfzig historisch und naturkundlich Interessierte dem Weg zum 'versunkenen Schloss' Liebenthann, hoch über der Mühle, an.

Von den Gletschermassen der Eiszeit über mittelalterliche Glanzzeiten zum fürstäbtlichen Schloss und seinem schließlichen Abbruch führte Greifenhagen die Entwicklung des historischen Ortes vor Augen und lenkte daneben den Blick auf die Pflanzen des Schluchtwalds.

'Hochinteressant', befand Rudolf Kopp aus Obergünzburg denn auch beim Abstieg. Drunten genossen es derweil viele besonders, bei alpenländischer Live-Musik im Freien zusammenzusitzen. Denn, wie Besucherin Irmgard Weindl bemerkte: 'Wann gibt’s das sonst noch?'

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