Spatenstich
Mit Hochgeschwindigkeit durchs Netz

Vom Schüler bis zur Weltfirma: Alle wollen es, das schnelle Internet. In Günzach ist es zum Greifen nahe. Am Montag war Spatenstich für die Verlegung von rund neun Kilometer Glasfaser- und Kupferkabel. Ab Frühjahr können dann rund 700 Haushalte im Gemeindegebiet mit einer Bandbreite von bis zu 50 Megabit/s im Internet surfen. Das Projekt setzen LEW TelNet und M-net gemeinsam um.

Anschluss im Lauf des Frühjahrs

An sechs verschiedenen Punkten in der Gemeinde werden die vorhandenen Telefonleitungen mit dem neuen Breitbandnetz verbunden. «Den Bürgerinnen und Bürgern stellen wir im Lauf des Frühjahrs Kommunikationsanschlüsse zur Verfügung, wie sie hinsichtlich ihrer Qualität und ihres Leistungsvermögens derzeit sogar nur in wenigen Städten Deutschlands zur Verfügung stehen», sagte Anton Gleich, Geschäftsführer von M-net beim Spatenstich. Das sei ein Quantensprung in der Technologie: Wer zum Beispiel bislang drei Stunden brauchte, um einen Film aus dem Internet zu laden, benötige jetzt gerade noch vier Minuten.

Insgesamt investieren M-Net und LEW TelNet 650000 Euro in das Günzacher Netz. Der Freistaat fördert die Maßnahme mit 100000 Euro und die Gemeinde schießt noch mal den gleichen Betrag zu. «In Schwaben werden schnelle und zukunftssichere Lösungen realisiert», freute sich Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer, der auch IT-Beauftragter der bayerischen Staatsregierung ist, in Günzach. Um die eingesetzten Haushaltsmittel jedoch nachhaltig zur Geltung bringen zu können, brauche die öffentliche Verwaltung endlich einen leichteren Zugang zur Infrastrukturdokumentation von Netzbetreibern, forderte er in seinem Grußwort. Die Politik habe erkannt, dass sie bei der Versorgung mit schnellem Internet mit in der Verantwortung stehe. Es gelte, Standortnachteile im ländlichen Raum auszugleichen.

Wichtig sei aber auch , dass eine Kommune geschlossen hinter dem Projekt schnelles Internet stehe. Wo Bürgermeister dies zur Chefsache machten, gehe etwas voran - wie in Günzach, wo Bürgermeisterin Brigitte Schröder und der Gemeinderat viel Lob ernteten. Den Anstoß dafür, einen Antrag zu stellen, habe die Breitband-Initiative des Landkreises gegeben, erläuterte Schröder.

Zusammenarbeit wichtig

Die Bedeutung der Zusammenarbeit auch zwischen den Kommunen mit dem Ziel, das Glasfasernetz im Landkreis auszubauen, unterstrich Landrat Johann Fleschhut. Denn schnelles Internet gehöre heute zur Grundversorgung und sei mitentscheidend bei der Zukunftsentwicklung. Günzach sei für ihn ein Bespiel, «wie das Tor zum digitalen Raum aufzustoßen ist».

Auf die besondere Nachhaltigkeit der Glasfaser-Technologie wies die Geschäftsführerin von LEW TelNet, Erna-Maria Trixl, hin. Diese Infrastruktur gelte als besonders leistungsstark und langlebig. (sg)

Eine Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger über Kosten, Leistung, Ablauf und andere Einzelheiten zu der neuen Leitung findet am Mittwoch, 1. Dezember, um 20 Uhr im Gemeindesaal in Günzach statt.

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