Feuerwehrhaus
Mehr Raum und Sicherheit für Einsatzkräfte in Obergünzburg

Mehr Platz und mehr Sicherheit soll eine Erweiterung des Obergünzburger Feuerwehrgerätehauses schaffen. Bis zum Jahr 2014, wenn die Obergünzburger Wehr ihr 150-jähriges Bestehen feiert, sollen drei zusätzliche Stellplätze stehen. Dies wurde vom Marktrat bereits vor einem Jahr beschlossen.

Nun müsse die Planung, die sich auch im Gemeindehaushalt niederschlage, Fahrt aufnehmen, kündigte Bürgermeister Lars Leveringhaus in der jüngsten Sitzung des Marktrates an.

Für den Arbeitskreis 'Erweiterung Feuerwehrgerätehaus' stellte Markus Schäftner den Räten ein Baukonzept vor, um das 1986 errichtete Haus 'zukunftsfähig' zu machen. Derzeit, so Schäftner, teilten sich sieben Fahrzeuge und fünf Anhänger dort fünf Garagen.

Platzmangel herrsche auch bei den Umkleiden und bei den Lager- und Schulungsräumen. Priorität hätten ein Sicherheitskonzept und die Entschärfung von Gefahrenpunkten. Insbesondere wurde hier die Parksituation im Alarmfall genannt: 'Die Fahrzeuge fahren raus, und die Einsatzkräfte laufen rein.'

Auch einen Übergaberaum für alle Gemeindewehren und weitere Modernisierungen regte der Arbeitskreis an.

Große und kleine Lösung möglich

Entsprechende Vorentwürfe für eine neue Fahrzeughalle mit Umkleiden und Lagerräumen, eine Werkstatt sowie einen Anbau am südlichen alten Trakt mit Kommandantenbüro und Aufenthaltsraum stellte Architektin Marion Bartl vor.

Fahrzeughalle und Werkstatt sollen im Norden L-förmig an das bisherige Haus angebaut werden. Die Parkplätze werden dabei auf die Rückseite des Anbaus verlegt, mit eigenen Zugängen.

Bei einer 'kleinen Lösung' sollen Lagerflächen über den Umkleideräumen mit Staplern, in einer 'großen Lösung' mit einer Treppe zugänglich sein. Bartl plädierte für die 'große Lösung' mit Flachdach. Eine separate Alarmausfahrt sei möglich.

Die Kostenschätzung gab Leveringhaus mit 600 000 Euro für die neue Halle (30 000 Euro mehr bei der großen Lösung), 100 000 Euro für die Umbauten im Altbau und 40 000 Euro für die Außenanlagen an. 600 000 Euro seien im Haushaltsentwurf 2012 enthalten. Mit knapp 100 000 Euro Fördermitteln könne man rechnen.

'Das ist ein schlüssiges, sehr gutes Konzept', urteilte Florian Ullinger, und Hubert Bufler sagte: 'Ich bin für die große Lösung. Wir müssen vernünftige Voraussetzungen für die Feuerwehr schaffen.' Ebenfalls lobend äußerten sich Xaver Rietzler, Hanni Graf und Helmut Immerz. Doch ihnen verursachten die hohen Kosten 'Kopfzerbrechen'.

Immerz forderte 'einen Deckel' für die Kostenplanung, Graf eine 'Prioritätenliste'.

Nicht in einem Zug

Der Hallenanbau und ein Umbau der Schulungs- sowie Technik- und Verwaltungsräume im Altbau könnten nicht in einem Zug gelöst werden, erklärte Leveringhaus. Er schlug vor, das vorgestellte 'sehr gute Konzept' – vorbehaltlich der Haushaltsberatung – stufenweise abzuarbeiten. Der Anbau des Stellplatzgebäudes habe Priorität.

Der Umbau des Verwaltungsgebäudes werde noch geschoben. Einstimmig wurde dies vom Rat beschlossen. Baubeginn soll im Frühjahr 2013 sein.

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