Bürgerversammlung
Lars Leveringhaus erläutert Obergünzburgern Vielfalt an Aufgaben und zieht positive Bilanz

In Obergünzburg fand, nach Willofs und Ebersbach, die letzte der Bürgerversammlungen der Marktgemeinde statt. Gut 70 Besucher folgten der Einladung. Sachlich strukturierte Informationen um die wirtschaftliche Ausgangslage und die Entwicklung der wichtigsten Einnahme- und Ausgabearten und der Verschuldung der Gemeinde stellte Bürgermeister Lars Leveringhaus anhand einer Präsentation vor und verwies auf «hervorragende Ist-Zahlen aus 2010».

Vorschau auf die Neugestaltung der Rösslewiese

Die prognostizierte Steuerschätzung falle positiv aus und die Finanzierung der anfallenden Investitionen sei ohne eine Netto-Neuverschuldung möglich (wir berichteten). Auskünfte zu abgeschlossenen städtebaulichen Maßnahmen wie rund um das Museumsareal und den interkommunalen Radweg Obergünzburg-Günzach gab es ebenso wie Mitteilungen zu geplanten Maßnahmen wie die Neugestaltung der Rösslewiese oder die Fertigstellung des Hochwasserschutzes im Bereich der Kapitän-Nauer-Straße.

Eine westliche Umgehungstrasse zur innerörtlichen Entlastung wurde als «Gedächtnisfunktion», so Leveringhaus, in den Flächennutzungsplan aufgenommen. Diese Entscheidung des Gemeinderates war Inhalt einer eigens anberaumten und gut besuchten Anliegerversammlung gewesen.

Momentan warte man noch auf die Erteilung der Genehmigung.

Viel Raum wurde dem Thema Kreiskliniken gewidmet

Auskünfte konnte der Bürgermeister auch über den geplanten Mobilfunkstandort auf dem Dach des Pflegerschlosses und die unterschiedlichen Messergebnisse an verschiedenen Standorten sowie zum Aussehen geben. Der in Deutschland zulässige Grenzwert wurde dabei massiv unterschritten. Der Mast selbst solle verkleidet werden, sodass dieser dem bereits vorhandenen Kamin ähnelt. Nach Inbetriebnahme sollen weiterhin Messungen durchgeführt und veröffentlicht werden.

Dem Thema «Kreiskliniken» widmete das Gemeindeoberhaupt eine eigene ausführliche Präsentation und erklärte anhand dieser mögliche Szenarien und Folgen für den Standort Obergünzburg. Eine der favorisierten Versionen, ausgearbeitet durch eine Unternehmungsberatung, sieht es vor, dass sich die einzelnen Häuser in ihren Leistungsspektren neu ausrichten müssten. Nur so könnten alle Standorte erhalten werden. In Obergünzburg würde dann ein Endoprothetik-Zentrum mit modifizierter Grundversorgung entstehen. Eine chirurgische Notfallversorgung sei in Obergünzburg also weiterhin gesichert, so der Bürgermeister. Allerdings sei internistisch mittelfristig mit Leistungseinschränkungen zu rechnen. Leveringhaus sieht jedoch in der Endoprothetik eine nachhaltige Stärkung des Hauses, da dies eine zukunftsträchtige Sparte sei.

«Am Ende ist es so: Wir werden Entscheidungen treffen müssen - das wird nicht einfach werden», so Leveringhaus.

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