Jubiläum
Kolpingsfamilie in Obergünzburg feiert 125-jähriges Bestehen

Die Kolpingsfamilie Obergünzburg – hervorgegangen aus dem 1887 gegründeten Katholischen Gesellenverein – besteht nun seit 125 Jahren. Die Jubiläumsfeierlichkeiten fanden ihren Höhepunkt in einer Abendmesse in Sankt Martin und einem anschließenden Fest im Gasthaus 'Schwanen'. Den vom Jugendchor "Highlights" unter Leitung von Margit Bauer eindrucksvoll gestalteten Gottesdienst zelebrierte Diözesanpräses Pfarrer Alois Zeller zusammen mit dem Obergünzburger Präses Walter Böhmer, dessen Vorgänger Pfarrer Johannes Huber, dem Ruhestandspfarrer Georg Albrecht, Pater Georg und Diakon Edwin Rolf.

Miteinander spürbar

'Ihr seid Gemeinschaft', sagte Zeller in seiner Ansprache zu den Anhängern von Adolph Kolping aus dem Günztal, 'euch liegt das Miteinander am Herzen.' Es sei spürbar, dass sie im täglichen Leben in Gott verwurzelt seien. Damit zählten die Kolpingmitglieder, zu einer weltweiten Gemeinschaft, die die Nöte des Nächsten sieht und hilft. 'Danke, dass ihr als Kolpingsschwestern und -brüder wirkt, in Treue lebt, Hoffnungsträger seid, ein Stück Mut macht, Licht in die Welt zu bringen und euch in Gesellschaft und Kirche engagiert', sagte der Diözesanpräses.

Priester und Sozialreformer

Der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Obergünzburg, Thomas Jäckle, begrüßte im 'Schwanen' viele Ehrengäste sowie die vier Musiker von 'Sax hoch vier', die zwischen den Ansprachen mit flotten Weisen unterhielten. 'Wir können viel, wenn wir nur nachhaltig wollen. Wir können Großes, wenn tüchtige Kräfte sich vereinen.' Mit diesem Zitat Kolpings ging der Vorsitzende näher auf das Leben und Wirken des einstigen Handwerkergesellen und späteren Priesters sowie Sozialreformers aus dem Kölner Raum ein.

Dabei fanden das Theaterspiel, das die Obergünzburger Kolpingsfamilie seit ihrer Neugründung im Jahre 1947 prägt, und das Engagement bei der Renovierung der Nikolausbergkirche besondere Erwähnung. Heute zählt die Vereinigung in der Günztalgemeinde etwas über 200 Mitglieder. Neben der Theatergruppe bestehen drei Jugendgruppen, zwei Familienkreise, die Gruppe 's’Mittelalter', eine Seniorengruppe, ein Betkreis und eine Kartenspielrunde.

Eine Gruppe Jugendlicher bot dann auch gleich ein Beispiel eines Theaterauftritts mit der Episode 'Der Traum Adolph Kolpings': Das Denkmal des Sozialreformers erwachte zum Leben und beantwortete jungen Touristen ihre Fragen nach seinem Lebenswerk und den Beweggründen dazu.

Einsatz an der richtigen Stelle

Bürgermeister Lars Leveringhaus lobte das Wirken der Obergünzburger Kolpingsfamilie über einen so langen Zeitraum hinweg und das auch heute so wichtige Engagement in christlicher Tradition: 'Ihr setzt euch an den richtigen Stellen ein und vergesst dabei nicht Gemeinschaftssinn und einfach Spaß zu haben.'

Mechthild Gerbig vom Diözesanverband sagte zum Wirken der Kolpingsfamilie: 'Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt, wie es Adolph Kolping getan hat. Die Kolpingsfamilie verhilft den Menschen zur ganzen Fülle des Lebens.' Mit einer Kerze bedankte sich Gerbig bei den Obergünzburgern für ihre segensreiche Arbeit.

Vorsitzender Thomas Jäckle bedankte sich bei allen, die ihn in seiner Arbeit bestärkten und bei der Gemeinde, die der Kolpingsfamilie einen Raum in der alten Mädchenschule zur Verfügung gestellt hat. Mit dem Schlusswort von Pfarrer Walter Böhmer klang der offizielle Teil aus.

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