Marktrat
Gemeinschaftsgräber in Obergünzburg Thema - Grundsatzbeschluss zu Windkraft

«Wir müssen uns wieder mehr mit der Gestaltung unseres Friedhofes befassen», sagte Bürgermeister Lars Leveringhaus in der jüngsten Sitzung des Obergünzburger Marktrats. Zunehmend bleiben dort Erdgrabflächen unbelegt und bilden nicht nur unschöne Leerstellen im optischen Gesamtbild, sondern mindern auch die kommunalen Einnahmen. Eine mögliche Lösung in Form einer neuen Alternative zu Urnenwand und integriertem Urnengrab stellte Steinmetz Hermann Rudolph aus Obergünzburg vor.

Orte für persönliche Trauer ohne ständige Grabpflege

Unter dem Titel << Orte, die gut tun >> bewirbt der Bundesinnungsverband des deutschen Steinmetz-, Stein- und Holzbildhauerhandwerks seit 2009 ein Konzept für Gemeinschaftsgrabanlagen. Dabei wird eine bestimmte Anzahl Urnengräber gestalterisch so angeordnet, etwa halb-kreisförmig, dass sie eine erkennbare, abgegrenzte Einheit bilden.

Das Konzept biete viele Vorteile, sagte Rudolph, der bereits zwei Gestaltungsvorschläge für eine Fläche auf dem Obergünzburger Friedhof zeigte. Barrierefrei zugänglich und ausgestattet mit Sitzgelegenheiten, böten sie einen Ort für persönliche Trauerrituale, ohne jedoch zur ständigen Grabpflege zu verpflichten.

Die würde dauerhaft von der Grabpflege- und Vorsorgegenossenschaft Schwäbischer Steinmetzbetriebe gewährleistet, die die Flächen auch verwalte und bewirtschafte.

Eigentümerin bliebe aber die Kommune, die weiterhin ihre satzungsgemäßen Gebühren erhebe. Im Unterschied zu den bisherigen Varianten der Urnenbestattung sei die Laufzeit in einer Gemeinschaftsanlage auf 15 Jahre begrenzt und könne auch nicht verlängert werden, so Rudolph.

Der Marktrat zeigte sich dem Konzept gegenüber offen und will nach einer Ortsbegehung wohl im Dezember über das weitere Vorgehen entscheiden.

Zum wiederholten Mal stand das Thema Windkraft auf der Tagesordnung. Nachdem die Gemeindevertreter bereits im Juli die künftige Vorgehensweise diskutiert hatten, legte Leveringhaus nun einen dreiteiligen Beschlussvorschlag vor. Dieser wurde nach längerer Diskussion über einzelne Formulierungen und die Reihenfolge des Vorgehens auch mehrheitlich beschlossen.

Windräder nur mit finanzieller Beteiligung der Bürger

Die Gemeinde erklärt sich darin grundsätzlich bereit, die bestehenden Sonderflächen zu erweitern beziehungsweise neue Sondergebiete für Windkraft auszuweisen. Des Weiteren sollen die Anlagen ausschließlich in Trägerschaft des Marktes und mit einer finanziellen Bürgerbeteiligung betrieben werden, um die Wertschöpfung im Ort zu halten. Darüber hinaus ist eine Bürgerversammlung zum Thema vorgesehen. Das Datum dafür steht aber noch nicht fest.

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