Energie
Gemeinderat Untrasried - Offene Fragen zu Biogasanlagen-Erweiterung

Das geplante 'Sondergebiet erneuerbare Energie Simmerberg' war Schwerpunkt in der jüngsten Sitzung des Untrasrieder Gemeinderats. Für eine Ausweitung der Biogasanlage eines dortigen Landwirts wurden im Frühjahr das Verfahren zur Flächennutzungsplanänderung und die Aufstellung eines Bebauungsplans auf den Weg gebracht.

Ein Informationsabend in Hopferbach zur vorzeitigen Bürgerbeteiligung sei sehr gut besucht gewesen, berichtete Bürgermeister Alfred Wölfle. Darüber und über die erfolgte Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, die bei einem Termin im Landratsamt die Planung beurteilten, informierte Martin Hofmann vom Irseer Architekturbüro Hofmann & Dietz.

Schallschutzgutachten wird benötigt

Hauptthema, so der Planer, sei der Immissionsschutz. Ein Schallschutzgutachten werde benötigt. Mit dem produzierten Gas befinde man sich gerade noch unterhalb der für die Störfallverordnung maßgeblichen Mengenschwelle. Deswegen werde man sich noch mit einem Sachverständigen sowie der Katastrophenschutzbehörde im Landratsamt abstimmen.

Reicht Zufahrt aus? Und was ist mit der Quelle?

Auch sei es wichtig, Engstellen von Zufahrten zu beleuchten. Laut Wasserwirtschaftsamt dienen die 'Knestel-Quellen' als Notversorgung, so Hofmann. In einem Notfall würde das Wasser behandelt. Von Seiten des Naturschutzes habe es keine Einwände zur Plandarstellung gegeben. Angeregt worden sei, die Biogasanlage in ein Gesamtwärmekonzept für Hopferbach einzubinden.

Bürgerfragen bei der Anhörung im Schützenheim hätten unter anderem der Einspeisung an der Trafostation Simmerberg gegolten, erklärte der Planer. Dort muss der Trafo vergrößert werden. Es wurde Besorgnis geäußert, dass die Zufahrtsstraßen nicht für den zu erwartenden Verkehr ausgelegt seien. Eine Engstelle in Eschers werde noch angesehen, kündigte Hofmann an.

Gefragt worden sei auch nach einer Kontrolle der Fahrten und nach der Anzahl von Nachtfahrten. Diese seien für zehn Nächte genehmigt.

Räte zweifeln Zahl der bisher berechneten Fuhren an

Die Räte Xaver Worger und Markus Gerle zweifelten die bislang genannte Zahl von 220 bis 250 benötigten Fuhren an. Mit dem beabsichtigten Ausbau der Biogasanlage würden wohl an die 1000 Fuhren benötigt, so deren Schätzung.

Man solle 'mit offenen Karten spielen', sagte Gerle und wies auf eine seines Erachtens fehlerhafte Berechnungsgrundlage hin. 'Mir geht es darum, dass es stimmt, was drin steht.' Planer Hofmann sagte die entsprechende Überprüfung zu.

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