Sanierung
Gasthof Hirsch in Günzach nun komplett renoviert

Die Freude über die gelungene Fertigstellung der umfangreichen Arbeiten zur Renovierung des Gasthofes Hirsch in Günzach drückten die freiwilligen Helfer mit einem an der Gaststätte spontan angebrachten Spruch aus: 'Fertig isch'. Über die 'großartige' Leistung von rund 45 Helferinnen und Helfern zeigte sich der gemeindliche Bau-Koordinator, Gemeinderat Rudolf Rauscher, 'hoch erfreut'. Auch Bürgermeisterin Brigitte Schröder fand lobende Worte für das 'unbezahlbare Bauteam', das ein 'Übersoll' an Arbeit geleistet habe. Teilweise gingen die Helfer nach ihrer Arbeit zur Baustelle und werkelten oft bis Mitternacht weiter.

'Gegenüber den ersten Überlegungen musste der Renovierungsumfang in der Praxis immer wieder erweitert werden', so Rauscher. Letztendlich arbeiteten die Helfer das Doppelte des Vorgesehenen, wobei die Kosten dennoch im zuvor gesetzten Rahmen von rund 80 000 Euro bleiben werden.

'Bis jetzt fielen 1560 ehrenamtliche Stunden an, da sind aber die abschließenden Reinigungsarbeiten noch gar nicht eingerechnet', addierte Rauscher den Arbeitseinsatz. Zu den Mehrarbeiten zählen der Außenputz, das Anstreichen von Wirtschaft und Gemeindesaal mit dem Anbringen neuer Embleme sowie Böden, Decken und der Innenputz.

Alle Fenster erneuert

Völlig neu verlegt wurde die Elektroinstallation des Hauses, die Gasträume wurden vor dem Verputzen entfeuchtet, die Sitzbänke angepasst, neue Heizkörper angebracht und alle Fenster erneuert.

'Wir erhielten für die neue Außenansicht und den vergrößerten Parkplatz samt Spielplatz mit Rutsche und Schaukel bereits Vorschusslorbeeren aus der Bevölkerung', erzählt Rauscher. Weiter wurden die Helfer mit vielen gestifteten Brotzeiten sowie Kaffee- und Kuchenspenden überrascht.

Mehrere Rentner bedauerten, dass sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mithelfen konnten, spendeten dafür aber Geld oder Freibier.

Noch immer erstaunt zeigt sich Rauscher über die vielen Freiwilligen, von denen einige selbst zur Baustelle kamen und fragten, was sie tun könnten. Manchmal wurde die Einteilung fast schwierig, so viele Leute meldeten sich zum Arbeiten.

Auch zeigten sich die Firmen am Ort generös: stellten ihre Maschinen zur Verfügung oder wollen keine Rechnung schicken. Abschließend resümiert Rauscher: 'Die Zusammenarbeit lief hervorragend, wir wurden trotz weitaus größerem Arbeitsanfall in der gesetzten Zeit bis Anfang August fertig und es passierte kein Unfall an der Baustelle.'

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