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Flächenplanung: Gemeinderat Günzach behandelt zahlreiche Einwände und Anregungen

Einen neuen Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan stellt derzeit Günzach auf die Beine, da der alte nach über 20 Jahren überholt ist. Mit den Einwänden und Anregungen der mehr als 30 Träger öffentlicher Belange und eines Landwirtes beschäftigte sich nun der Gemeinderat.

Bürgermeisterin Brigitte Schröder merkte an, dass sich ein kleines Gremium bereits im Voraus "stundenlang" mit den Stellungnahmen befasste. Und diese Vorgespräche flossen in die Planung mit ein. Die rechtlichen Würdigungen präsentierte Architekt Martin Hofmann aus Irsee.

Hofmann erläuterte, dass mehrere Hinweise zur nordwestlichen Umgehung von Immenthal eingingen. Während das Straßenbauamt die Trasse befürwortete, waren andere Ämter gegen die Vorhaltung von Flächen und Tangierung des landschaftlichen Vorbehaltsgebiets.

Der Rat entschied, dass die Trasse vorgemerkt bleibt, da keine andere Umfahrung möglich wäre. Das Wasserwirtschaftsamt regte die Auflassung einer Triebwerksanlage an der Günz an. Nach Auskunft von Technocell wurde dies bereits beim Landratsamt beantragt, eine Durchgängigkeit und Hochwasserschutz zu erreichen, wird versucht.

Das Amt für Landwirtschaft in Kaufbeuren wandte sich gegen Pufferzonen an Gewässern und Magerstandorten, da dies zu einer Minderung landwirtschaftlicher Flächen führe. Dagegen vertrat das Gremium die Auffassung, dass der Naturschutz eine solche Aussage erfordere.

Auf die Landwirtschaft wurde bei weiteren Hinweisen der Behörde Rücksicht genommen. Die Jägervereinigung informierte, dass beim Waldumbau darauf geachtet werden sollte, die Verbissschäden gering zu halten, und dass Eichen und Buchen als lockende Futterquellen für Wildschweine Probleme bereiten.

Auf das Schließen vorhandener Baulücken und Umnutzen von Gebäuden im Ort wies das Amt für ländliche Entwicklung hin, um das Wuchern an den Ortsrändern zu vermeiden. Ferner seien noch einige Potenziale für Ortsrandeingrünungen vorhanden.

Die Untere Naturschutzbehörde lehnt ein drei Hektar großes Gewerbegebiet an der Staatsstraße 2055 bei Immenthal ab. Der Rat sieht jedoch keine andere Möglichkeit, da das Gebiet gut angebunden werden kann, die Fläche fast eben ist und ein Anschluss zum bestehenden Obergünzburger Gewerbegebiet existiere.

Rücksicht auf Einwand

Planer Hofmann bezeichnete die Darstellungen des Landratsamts (Immissionsschutz) zur Lärmproblematik an Hauptstraßen sowie am Tennisplatz in Autenried als richtig und wichtig. Bei weiterem Häuserbau müsste darauf mit aktiven und passiven Schallschutzmaßnahmen Rücksicht genommen werden.

Von nachteiligen Auflagen auf seinem Grund und Boden sprach ein Landwirt aus Albrechts, sodass sie nach Beschluss des Gemeinderats ersatzlos aus dem Flächennutzungsplan gestrichen wurden.

Den Bau eines Einzelhauses am Ende der Straße 'Am Dorfbrunnen' in Immenthal genehmigte das Gremium als Einzelfallentscheidung und bezog dazu das Grundstück in den Innenbereich der Ortschaft mit ein. Ein Garagenbau mit Satteldach ist dabei ebenso zulässig wie eine nicht aufgeständerte Solar- oder Fotovoltaikanlage.

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