Bierabende
Ein bisschen Nervosität gehört zu jeder Probe

Wenn ungewöhnliche «Instrumente» beim Üben im hohen Bogen von der Bühne des Hirschsaals fliegen und Monika Rauscher fragt: «Lieschen, hast Du auch Ton», wenn Jürgen Hailer mit Damenpumps an den Füßen Edigna Dietenberger herumwirbelt und Claudia Ullinger als Kostümvorschlag ein altes Unterkleid schwingt - dann ist Bierabend-Probe in Obergünzburg und die Premiere der Traditionsveranstaltung steht vor der Tür.

Alle zwei Jahre lädt das Obergünzburger Blasorchester zum Bierabend ein. Bier, Sketche und Unterhaltungsmusik? Ja, das auch, aber noch viel mehr: Ein großes Showprogramm mit eigener Showband, Gesangs-Solisten, Ballett und akrobatischen Einlagen erwartet das Publikum. Alles mit Livemusik und wahren Typen aus dem örtlichen Obergünzburger Fundus. Da muss alles stimmen: Technik, Licht, Bühnenbild, Requisiten und die Musik. Neben dem Blasorchester stehen 57 Mitwirkende auf dem Programmzettel. Bei der Premiere ist Moderatorin Monika Rauscher «jedesmal wieder erstaunt, wie alles zusammenpasst». Aber bis dahin heißt es, fleißig zu proben.

Seit Oktober wurde gedichtet, in kleinen Gruppen Sketche geübt. Anfang Januar kamen dann alle Mitwirkenden des Showteils sowie der Technik im Hirschsaal erstmals zusammen, und mittlerweile ist die heiße Phase der Vorbereitungen erreicht. In den letzten 14 Tagen vor der Premiere wird täglich geprobt. «Bierabend schaut immer recht leicht aus, beim Zusehen. Doch wie viel Arbeit dahinter steckt Aber das soll man ja auch gar nicht sehen», sagt Andrea Potje, die im Orchester und in der Technik aktiv ist, und lächelt.

Ein eingespieltes Team und sogar eine große Familie

Jürgen Mittermayer und Philipp Mommensohn bedienen das Mischpult. Ein eigener Laptop wird für das Licht gebraucht. «Ups, die Kulisse hat es verschoben!» Claus Bäurle, Vorsitzender des Blasorchesters, hantiert mit dem Akkuschrauber. Die Bierabendfamilie ist ein «eingespieltes Team», so Manfred Wörz-Maurus, Dirigent des Blasorchesters. Familiär geht es auch bei der vielstündigen Probe zu. Einige bringen Kaffee und Kuchen zur Stärkung, ein gutes Dutzend Kinder spielt miteinander im Saal.

Eigentlich sollte bei dieser Probe schon alles in Echtzeit laufen. Aber da gibt es Probleme mit einem Kostüm, Requisiten, die nicht recht passen, ein Sketch flutscht noch nicht. «Jetzt stehn mir da, und was jetza», fragt einer aus der Percussiongruppe.

Ein bisschen Nervosität ist zu spüren, es wird herumgealbert. Manchmal können auch die Akteure vor Lachen nicht weiter. «Alles nochmal.» Von kleinen Pannen lässt sich Wolfgang Haggenmiller, der heuer erstmals Regie führt, nicht aus der Ruhe bringen. «Seid Ihr soweit?» Edigna Dietenberger agiert vor der Bühne, oben tanzt ihre Ballettgruppe. «Gut» - «gut» - «gut», ist diesmal von allen Seiten zu hören. Dann sind jetzt die Männer dran Womit? Das darf noch nicht verraten werden. Nur soviel: Es wird wieder witzig. (mha)

Die Termine für die Obergünzburger Bierabende: Freitag, 18., Samstag, 19. (ausverkauft), Donnerstag, 24., Freitag, 25. und Samstag, 26. Februar (ausverkauft), jeweils um 20 Uhr im Hirsch-Saal. Eine weitere Vorstellung beginnt am Sonntag, 20. Februar, bereits um 18 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf beim Modehaus Tschaffon.

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