Video-Reportage
Dekorateur Hans Tebart aus Oberstaufen zeigt, wie jedem das Schmücken gelingt

Weihnachten ist eigentlich eine besinnliche Zeit, doch ein Moment erhitzt alljährlich die Gemüter: Wie wird der Christbaum geschmückt? Die Geschmäcker reichen dabei von klassisch rot-gold bis hin zu ausgefallen mit viel Glitzer und Ami-Kitsch. Jedem gefällt etwas anderes und das führt in den besten Familien zu manchem Streit.

Hat man sich schließlich nach langen Diskussionen auf eine Stilrichtung geeinigt, stellt das Dekorieren viele vor ein kreativ-organisatorisches Problem. Hans Tebart aus Oberstaufen ist Schaufenster-Dekorateur aus Leidenschaft. Mir macht es Freude, mit schönen Dingen umzugehen. Im Advent schmückt er natürlich weihnachtlich. Er weiß einige hilfreiche Tipps, die dabei helfen, dass jedem das Schmücken gelingt.

Der 63-Jährige achtet bei der Wahl seines Baumes vor allem darauf, wie dieser gewachsen ist. Er schlendert durch die Reihen der Nordmanntannen am Christbaumverkauf bei Edeka Fastner in Obergünzburg und greift nach einer Tanne. Wenn ich einen Baum betrachte, dann sehe ich ihn eigentlich schon fertig geschmückt. Sein Blick wandert dabei von oben nach unten. So geht er auch beim Schmücken vor. Hilfreich ist es, wenn der Baum gleichmäßig gewachsen ist und keine Löcher hat. Natürlich sollte die Größe des Baumes auch dem für ihn vorgesehenen Platz entsprechen. Der Dekorateur erklärt, wie man den ein oder anderen noch übrigen Makel bei den meisten Bäumen beheben kann: Man kann diese kaschieren, indem man größere Akzente beim Schmücken setzt. Beispielsweise durch Geigen aus Pappmaché.

Tebart beginnt beim Dekorieren mit der Lichterkette. Er bevorzugt eine elektrische. Die Zeit mit den Kerzen ist eher vorbei. LED-Ketten bieten einen tollen Ersatz. Die Kette platziert er tief im Baum. So sieht man, wenn der Baum fertig geschmückt ist, nur noch die Lichter und das Kabel bleibt verdeckt.

Der Schaufenster-Dekorateur sieht eine deutliche Veränderung über die Jahre beim Christbaumschmuck. Es wird nicht mehr zu dicht geschmückt und mehr Wert auf edle Elemente gelegt. Daher setzt er bei seinen Werken auf hochwertige Materialien und ergänzt sie mit vielen selbstgemachten Dekoelementen. Wunderschöne Schleifen und Kugeln dürfen nicht fehlen.

Das Wichtigste beim Schmücken ist jedoch eine gute Aufteilung. Ein Baum darf nicht überladen sein. Man sollte darauf achten, dass die Kugeln nicht immer auf der gleichen Höhe hängen. Sein Tipp: Lieber mit Kugeln sparsam umgehen, dann kommen sie schön zum Vorschein.

Am besten hängt man die Kugeln in einem Zick-Zack-Muster in den Baum. Kleinere Accessoires füllen am Ende noch übrige Lücken. Generell sollte man das hineinhängen, was einem lieb ist, um am Ende mit seinem geschmückten Baum zufrieden zu sein.

Die Christbaumtrends entwickeln sich schon zu Beginn des Jahres auf Messen. In dieser Saison geht der Trend wieder zu den Farben Weiß und Silber. Viele Lichter runden das Gesamtkonzept ab. Das ist sehr angesagt. Dennoch ist sich Tebart sicher, wenn das Bunte schön hängt, sieht es auch gut aus. Was aktuell ist, erkennt er ebenso wie Dekosünden. Man sollte den Zeitgeist erkennen, sagt er. Seine Grenze zieht er bei Elementen, die rückläufig sind. Lametta mag ich an und für sich nicht so gerne, weil es eher alt aussieht.

Trotz seines Berufes hat der Dekorateur auch privat nicht genug von Deko. Deko kann ich immer sehen. Es ist immer was Neues. Das Christbaumschmücken ist bei ihm daheim "ein bisschen Chefsache. Man sagt, das kannst du, deswegen mach es auch. Dieses Jahr möchte er einen Weihnachtsbaum ganz nach dem aktuellen Trend gestalten: Mit ganz viel Schnee, vielen Lichtern und weißen und silbernen Kugeln. Auch beim Dekorateur spielen Kindheitserinnerungen eine große Rolle. Tebart verzichtet beim Schmücken seiner Bäume beispielsweise stets auf eine Spitze. Wir hatten eine Spitze und die habe ich nie gemocht.

Die geschmückten Bäume von Bekannten beurteilt der 63-Jährige schon mit dem Blick eines Profis. Aber natürlich soll man nicht immer alles überbewerten. Viele Bäume sind auch sehr schön, die nicht profimäßig gemacht sind.

Hilfreiche Tipps im Überblick, die das Christbaumschmücken erleichtern:

  • Stets den Baum von oben nach unten schmücken.
  • Mit der Lichterkette beginnen und sie tief im Baum platzieren. Am besten darauf achten, dass die Lampen nach vorne zeigen.
  • Akzente setzen, um kleinere Makel zu vertuschen.
  • Kugeln in einem Zick-Zack-Muster hängen. Sie sollten nie auf gleicher Höhe hängen.
  • Mit Kugeln sparsam umgehen.
  • Der Baum kann optisch verschmälert oder verbreitert werden: Einfach auffälligen Schmuck im Baum so platzieren, dass der Blick darauf gelenkt wird.
  • Kleine Schmuckelemente zuletzt platzieren. Sie können noch übrige Löcher füllen.
Autor:

Katrin Bregler aus Kempten

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