BBV-Versammlung
Amt sieht sich «gut aufgestellt»

Zahlreiche landwirtschaftliche Themen, so auch die Fusionierung von Molkereien, kamen bei der dritten Gebietsversammlung des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) im Ostallgäu zur Sprache. Rund 40 Mitglieder waren dazu der Einladung in den Obergünzburger Gasthof «Schwanen» gefolgt. Kurzreferate informierten über Aktuelles und Neuerungen.

Im Rahmen von Umorganisation und Stellenabbau der landwirtschaftlichen Verwaltung seien für Kaufbeuren künftig zwei Beratungsfachzentren vorgesehen, berichtete die neue Leiterin des Amtes für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten in Kaufbeuren, Maria Rita Zinnecker: für Rinderhaltung mit extensiver Mutterkuhhaltung und für Öko-Landbau. Damit sei Kaufbeuren «sehr gut aufgestellt».

Mit insgesamt 90 Schülern in Landwirtschaftsschule und Technikerschule für Hauswirtschaft und Ernährung sei das Haus derzeit voll und das Amt werde zu klein. Mittelfristig, so Zinnecker, sei man bemüht, eine Lösung zu finden. Derzeit werde auf neue Richtlinien für das Einzelbetriebliche Investitionsförderungsprogramm gewartet, so Zinnecker weiter. Zahlreiche Betriebe hätten im vergangenen Jahr auf Laufstallhaltung umgestellt.

BBV räumt Scheitern ein

Auf Änderungen im Bereich Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer wies Anton Thannheimer vom BBV-Beratungsdienst hin. Die Pauschalierung für Landwirte werde «ausgehöhlt», beispielsweise im Bereich Biogaserzeugung oder Direktvermarktung. Die Bedeutung einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Landwirte erläuterte Joachim Ständer vom BBV-Service.

Die Leistungen des BBV für seine Mitglieder bewertete Kreisobmann Josef Nadler positiv. Zu einer gentechnikfreien Zone im Ostallgäu stellte er dennoch fest: «Hier sind wir im Ansatz gescheitert.» Molkereien sähen jedoch Absatzchancen für GVO-freie Produkte (GVO: gentechnisch veränderter Organismus).

In der Diskussion kamen Kritik an Modalitäten des Kulturlandschaftsprogramms und Fragen zum Mehrfachantrag-Online zur Sprache. Der Bauernverband wurde aufgefordert, Molkerei-Fusionen nicht zu forcieren. Man solle sich nicht großen Milchwerken «ausliefern». Auch Kritik an mangelnder Kontrollpraxis bei einmal erteilten Zertifikaten wurde in der Versammlung laut.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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