Special Winter SPECIAL

Brauchtum
Am Sonntag lodern im Allgäu die Funken - Feuer soll Winter vertreiben

Es ist ein Feuer, in dem die Freude über das baldige Ende des Winters zum Ausdruck kommt: Weithin sichtbar werden am ersten Sonntag nach dem Aschermittwoch im ganzen Allgäu wieder Funken auf den Anhöhen entzündet. Der Funkensonntag fällt in diesem Jahr auf den 13. März. Und etliche Vereine im mittleren Landkreis sorgten schon kurz nach Weihnachten mit dem emsigen Sammeln von ausgedienten Christbäumen dafür, dass die Feuer wieder lodern können.

So wie in Obergünzburg. Dort trug die Fußballabteilung des TSV das Brennmaterial zusammen. Die rund 350 trockenen Tannenbäume werden aus dem Zwischenlager zum Funkenplatz beim Hallenbad transportiert. Denn dort soll am Sonntag bei Einbruch der Dunkelheit der Funken entzündet werden. Aufgeschichtet wird der Haufen, so Jürgen Kuhn vom TSV, allerdings erst am Sonntag - das erspart die Nachtwache. Beigemischt wird ein wenig Baumschnitt.

Der Brauch soll der Überlieferung nach schon von den Kelten gepflegt worden sein. Schon damals, acht Jahrhunderte vor Christus, wollten die Menschen den Winter mit einem lodernden Feuer austreiben. Aber es gibt Lücken in der Kontinuität. In Marktoberdorf zum Beispiel wurde der Brauch nach längerer Pause erst 1987 wieder vom Trachtenverein aufgenommen.

In Obergünzburg loderte der Funken nach jahrelanger Unterbrechung erstmals wieder 2010.

Verpflegung gesichert

Bei der Bevölkerung kam dies so gut an, dass der TSV sich heuer für einen größeren Ansturm insbesondere durch die Aufstockung der Verpflegung rüsten wird, wie Marlene Heinold als eine der 20 Organisatoren und Organisatorinnen sagt. Funkenküchle wird es geben und warme Getränke, Krapfen und sogar Grillwürste.

Von der Halde am Krankenhaus wird der Funken in diesem Jahr aber auf eine Wiese am Hallenbad verlegt. Wer will, kann sich dorthin einem Fackelzug anschließen, der um 18.15 Uhr an der Rösslewiese startet.

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