Günzach
379 Bienenvölker werden derzeit von den 66 Aktiven des Imkereivereins Günztal betreut

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Wer sich für dieses interessante und anspruchsvolle Hobby der Imkerei interessiert, erhält beim Imkerverein Günztal Starthilfe. Eine große Auswahl an Lehrbüchern und Videos stehen dem Verein zur Verfügung. Zusätzlich gibt es eine staatliche Anfängerförderung und der Markt Obergünzburg spendiert ein Bienenvolk zum Start.

Die Bienenvölker erweisen der Natur einen unschätzbaren Dienst, denn die Bienen sind Hauptbestäuber aller Obstsorten, Nutz- und Wildpflanzen und bereichern unseren Tisch zusätzlich mit wertvollem Honig. Im Durchschnitt werden 5,7 Völker pro Imker im Verein Günztal betreut, etwas weniger als in den letzten Jahren, da die Anfänger mit geringerer Völkerzahl starten.

Das Durchschnittsalter der Aktiven beträgt 53 Jahre. Eine wichtige Hilfe sind die Beiträge der Fördermitglieder durch die der Verein finanziell gut aufgestellt ist. Lehrbücher und –videos werden damit beschafft und ausgeliehen, so bleibt das imkerliche Fachwissen immer auf dem neuesten Stand. Gut besucht war der kürzlich angebotene Vortrag von Donat Waltenberger 'Ratschläge und Beobachtungen rund ums Bienenvolk'. Waltenberger ist seit über 50 Jahren bekannt als Autor und Dokumentarfilmer von zahlreichen Bienen-Lehrfilmen.

Erfolg durch Disziplin

Vorstand Fritz Haas war stolz, Donat Waltenberger in Obergünzburg begrüßen zu dürfen. Er verglich ein Bienenvolk mit einer durchorganisierten Wirtschaftsmacht in der perfektes Management, Disziplin und Ordnungssinn wichtige Erfolgskomponenten sind. Zudem gab er wertvolle Tipps zur Auswinterung der Völker.

Im Frühjahr müssen diese auf ausreichenden Futtervorrat überprüft werden, denn die neu angelegte Brut benötigt 35 Grad Wärme im Stock und die kann nur durch ausreichendes Futter von den Bienen erzeugt werden. 60 bis 70 Prozent werden allein für diese 'Heizung' benötigt. Pollennahrung aus den ersten Blüten, Weide, Erle und Haselnuss ist wichtig zur Ernährung der ersten jungen Bienen, deren Volksstärke von rund 10000 Bienen im Winter auf bis zu 50000 im Sommer anwächst.

Beobachtung & Schutz

Nach den letzten drei Jahren, die eine eher bescheidene Honigernte einbrachten, hoffen die Imker im Günztal nun auf bessere Zeiten und volle Honigtöpfe. 'Der Kampf gegen die Varroamilbe erfordert weiterhin die volle Aufmerksamkeit der Imker' so Vorstand Fritz Haas. Er kennt die verschiedenen Bekämpfungsmöglichkeiten und –techniken, um den Schädling übers Jahr in Schach zu halten. Als Ansprechpartner für Bienengesundheit stellten sich weiter Michael Dreiling aus Ronsberg, und Robert Himmel aus Günzach, den interessierten Imkern zur Verfügung.

Rund um die Imkerei

Keine Nachwuchssorgen hat derzeit der Imkerverein Günztal. Allein im letzen Jahr haben sich dreizehn Anfänger für dieses interessante Hobby begeistert. Mit insgesamt 90 Mitglieder steht der Günztaler Verein jetzt an dritter Stelle im Ostallgäu. 379 Bienenvölker werden hier betreut und erweisen der Natur einen wichtigen Dienst. Bienen sind Hauptbestäuber aller Obstsorten, Nutz- und Wildpflanzen und liefern Honig. Wer sich für dieses interessante und anspruchsvolle Hobby interessiert, erhält beim Imkerverein Günztal Hilfestellung. Eine große Auswahl an Lehrbüchern und Videos stehen zur Verfügung.

Zusätzlich gibt es eine staatliche Anfängerförderung. Auskunft erteilt der Vorstand Fritz Haas, Tel. 08372/7810 sowie Gerd Ullinger, Tel 08372/2003.Tipp: Zusammen mit dem Dietmannsrieder Verein wird ein Zwei-Tages-Ausflug am 6. und 7. Juni nach Südtirol zu verschiedenen imkerlichen Highlights, organisiert durch den Imkerverein Günztal angeboten. Die Imkerschule Schwaben in Kaufbeuren-Kleinkemnat bietet zahlreiche Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Mehr dazu finden Interessierte im Internet unter www.imkerschule-schwaben.de und auch auf www.deutscherimkerbund.de.

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