Krankheit
200 Besucher bei Vorträgen der Obergünzburger Klinik

Wenn es mit der Genesung nach einem orthopädisch-chirurgischen Eingriff so flott und umfassend vorwärtsgeht, wie eine Reihe ärztlicher Vorträge im Obergünzburger Hirschsaal über moderne Gelenkersatzverfahren und arthroskopische Möglichkeiten voranschritten, dann sind die Patienten vermutlich hochzufrieden. In rascher Folge boten Chefarzt Dr. Wolfgang Schnitzler, Dr. Christof Albert, leitender Oberarzt Kaufbeuren, und der neue leitende Oberarzt in Obergünzburg, Dr. Dietmar Thomas, einen zweistündigen Überblick über das «Hauptgebiet» im Obergünzburger Krankenhaus.

Anlass war die Vorstellung von Dr. Thomas, eines Spezialisten für Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie, der Anfang Mai an die Stelle des schwer verunglückten ehemaligen Obergünzburger Chefarztes Dr. Rudolf Weinhart an der Obergünzburger Klinik trat (wir berichteten). Das Interesse war groß. Neben Vertretern aus Politik und Krankenhaus waren an die 200 Bürger gekommen, um das Team Dr. Schnitzler, Dr. Albert und Dr. Thomas zu hören.

In ihren Themenbereichen abwechselnd, mit Bildern und übersichtlichen Informationen, klärten die Ärzte über die in Obergünzburg praktizierten modernen Möglichkeiten der Endoprothetik, über künstliche Hüft-, Knie- und Schultergelenke sowie Sprunggelenksendoprothesen auf.

Anatomie, typische Beschwerden, die Untersuchung, Schmerzfreiheit und dauerhafte Beweglichkeit als Therapieziele, sowie die Operationsmethoden und Werkstoffe, schließlich die Nachbehandlung waren die Eckpunkte. Dass beim Gelenkersatz nicht mehr das Lebensalter ein Thema sei, sondern das Beschwerdebild im Vordergrund stehe, erwähnte Thomas in seinem Vortrag über das künstliche Kniegelenk.

Die Grenzen der Arthroskopie

Zweiter Vortragsschwerpunkt war die Arthroskopie als minimalinvasiver Eingriff mit Gelenkspiegelung, dessen Möglichkeiten und Grenzen beleuchtet wurden. Zur Diagnose, so Dr. Albert, werde die Arthroskopie inzwischen weitgehend durch die Kernspinuntersuchung ersetzt. Auch der Ersatz eines Kreuzbandes mithilfe einer Sehnenverpflanzung in << Doppelbündeltechnik >> wurde erklärt.

Die Sprunggelenks- und Ellenbogengelenksarthroskopie gab es zur << Nachspeise >>, so Dr. Schnitzler. Dass << Gelenkmäuse >> gepackt und entfernt werden, wirkte bildhaft und einleuchtend. Die Gelegenheit, weitere Fragen zu stellen, nahm das Publikum abschließend in persönlichen Gesprächen wahr.

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