Nationalsozialismus
Ausstellung in Obergünzburg Gleich nebenan: In Memoriam zu Nazi-Greueltaten

(Foto: Marianne Hacker)

Gleich nebenan wurden Menschen getötet: Mehr als 200.000 körperlich oder geistig behinderte und psychisch kranke Menschen wurden zwischen 1939 und 1945 in Deutschland im Rahmen des NS-Euthanasie-Programms planmäßig und grausam ermordet.

Psychiater und Pflegekräfte schickten sie in Vernichtungslager, wo sie in Gaskammern starben, töteten sie mit Giftinjektionen, ließen sie langsam verhungern. Auch gleich nebenan, in der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren/Irsee, fielen mehr als 2000 Männer, Frauen und Kinder unfassbarer Unmenschlichkeit zum Opfer.

'Gleich nebenan: In Memoriam', das Ausstellungsprojekt der Obergünzburger Arbeitsgemeinschaft Lokalgeschichte, wollte 70 Jahre nach Kriegsende gemeinsam mit örtlichen Jugendgruppen und Schulen daran erinnern. Zum Ende der Ausstellung, die viel Beachtung fand und nur noch am Donnerstag (21.05.) und Freitag (22.05.) im Obergünzburger Rathausfoyer zu sehen ist, sprach Gernot Römer, ehemaliger Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen Zeitung, als Zeitzeuge.

Er wurde vorgestellt als 'Pionier in der Aufarbeitung der Geschichte des Dritten Reiches in Schwaben' und hielt einen sehr persönlich gehaltenen Vortrag mit dem Thema : 'Statt Hilfe Mord Wie das Dritte Reich in Schwaben mit geistig Kranken umging.'

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Donnerstagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Marktoberdorf, vom 21.05.2015.

Die Allgäuer Zeitung erhalten Sie im ganzen Allgäu

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH
Powered by Gogol Publishing 2002-2018