Gefahr
Nach Sprengstoff-Verdacht am Grünten: Waffenfunde im Allgäu sind keine Seltenheit

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Beim Wandern hat eine Frau am Wochenende einen verdächtigen Gegenstand entdeckt und Sprengstoff vermutet. Der mit dem Hubschrauber angeforderte Experte konnte dann aber Entwarnung geben, von dem Gegenstand ging keine Gefahr aus. Wie ernst solche Funde dennoch zu nehmen sind, zeigt sich an der Zahl der gefundenen Waffen in den letzten Jahren im Allgäu.

So wurde erst im Oktober 2018 bei Oberstaufen eine Panzergranate gefunden. Etwa zwei Kilo Sprengstoff befanden sich noch in der Waffe, die vom Sprengkomando entsorgt wurde.

Wohl auch entsorgt hatte jemand einen Revolver im Weißensee, den ein Zeitsoldat im August 2018 fand. Die Waffe muss dort schon länger gelegen haben - Muscheln hatten es sich auf dem Revolver heimisch gemacht. 

Waffenfunde im Allgäu sind häufig Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg

Nicht ganz so einfach zu entfernen wie der Revolver war eine Mörsergranate aus dem Zweiten Weltkrieg, die ein Mitarbeiter der Stadtwerke Lindau im Wald zwischen Lindau und Weißensberg gefunden hat. Die Granate musste gesprengt werden.

Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg wurden im Allgäu in den letzten Jahren vermehrt gefunden. Erst vor kurzem entdeckte ein Mann eine beim Aufräumen in seiner Garage. Im März musste eine Granate bei Aitrang entschärft werden, die auf einem Feld lag. Und auch vor einem Dachsbau bei Mindelheim wurde im September 2018 eine Granate aus dem zweiten Weltkrieg entdeckt.

Aber nicht nur in der Natur werden im Allgäu Waffen gefunden. So entdeckte eine Frau im Frühjahr 2017 eine Maschinenpistole auf ihrem Dachboden. Die soll einem ehemaligen Hausbewohner gehört haben, der verstorben war. Nur kurz zuvor hatte eine Frau in Bregenz Überbleibsel des Ersten Weltkriegs in der Wohnung ihres Vaters gefunden.

Wie auch im Fall am Grünten sind die Funde allerdings nicht immer gefährlich. Im November 2018 vermutete ein Mann, im Nachlass seines Vaters Panzerfaustmunition gefunden zu haben. Die stellte sich als Entfernungsmessgerät aus dem zweiten Weltkrieg heraus. Der Mann hatte dennoch richtig gehandelt: Beim Verdacht, Waffen oder Sprengstoff gefunden zu haben, sollte immer sofort die Polizei alarmiert werden.

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