Einsatz von Multiplikator*innen an Schulen
Kein Platz für Rassismus im Oberallgäu

Ehrenamtliche Multiplikator*innen können zu Vorurteilen und gutem Zusammenleben an Oberallgäuer Schulen jetzt Workshops geben. (Symbolbild).
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  • Foto: Alexander Kaya
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Nach der Zertifikatsübergabe durch Landrätin Indra Baier-Müller können nun ehrenamtliche Multiplikator*innen Workshops zu Vorurteilen und gutem Zusammenleben an Oberallgäuer Schulen geben. Die Schüler*innen sollen befähigt werden, im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv zu werden, wenn sie diskriminierendes Verhalten beobachten oder erleben. Darüber hinaus trägt das Projekt zur Auseinandersetzung mit eigenen Vorurteilen und Privilegien bei, die sich auch im Umgang mit anderen Menschen widerspiegelt.

Vier Workshops 

In vier Workshops haben 15 Teilnehmer*innen von den Referentinnen Anne Moraw und Veronika Reiser mit interaktiven Methoden gelernt mehr darüber erfahren, wie Vorurteile entstehen, was Rassismus und Diskriminierung bedeutet und wie man damit umgehen kann. Zum Einsatz kam dabei auch ein Online-Toolkit (Padlet), in dem die Teilnehmenden mit den notwendigen Werkzeugen und Fähigkeiten ausstattet wurden, um die gesellschaftliche Migrationsdebatte mit positiven und lösungsorientierten Erzählungen zu bereichern.

Rassismusprävention 

Was bedeutet Rassismusprävention? Prävention bedeutet, bestimmte Entwicklungen im Vorhinein zu verhindern – auch wenn Rassismus bereits seit sehr langer Zeit Teil gesellschaftlicher Wirklichkeit in Deutschland ist. Prävention kann dann heißen, Auswirkungen rassistischen Denkens und rassistischer Strukturen zu verhindern und dieses Denken und diese Strukturen abzubauen. Rassistische Strukturen können zum Beispiel Abläufe in Unternehmen sein, die dazu führen, dass es von Rassismus Betroffene schwerer haben, dort einen Arbeitsplatz zu bekommen, oder dass zum Beispiel Schwarze und/oder muslimische Kinder routinemäßig in der Schule unterschätzt werden. Solche Formen von Rassismus sind nicht immer gleich offensichtlich. Sie widerfahren scheinbar Einzelnen und müssen erst als systematische Diskriminierung sichtbar gemacht werden. Diese Sichtbarmachung soll mit diesem Projekt umgesetzt werden.

Kein Platz für Rassismus 

Es soll deutlich gemacht werden, dass antisemitisches Gedankengut, Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und darauf basierende ausgrenzende, herabwürdigende oder verletzende Äußerungen, Drohungen oder Gewalttaten keinen Platz im Oberallgäu haben. Interessierte Schulen können sich an die die Migrationsbeauftragte – Miriam Duran – sowie an die hauptamtliche Integrationslotsin – Hülya Dirlik – wenden.

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